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Montag, 10. Mai 2021

Rezension: Das Spiel von Jan Beck

 


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Das Spiel
Autor: Jan Beck
Broschiert: 480 Seiten
Erschienen am 27. Juli 2020
Verlag: Penguin

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Christian Brand, einem Beamten des EKO Cobra in Wien, gelingt es durch sein beherztes Eingreifen nach Dienstschluss, den Fortgang eines Amoklaufs zu verhindern. Damit gehen jedoch schon fünf Tote auf sein Konto, weshalb ihm sein Chef eine Pause und Therapie verordnet. Doch kurz darauf gibt es eine Planänderung: Christian wurde von der Europol-Ermittlerin Inga Björk angefordert, um ihr bei Ermittlungen Personenschutz zu geben. Auch der Journalist Werner Krakauer, der schwer erkrankt ist und vor seinem Tod noch einen letzten großen journalistischen Erfolg feiern will, hat eine Spur gefunden. Für 100.000 Euro steigt er im Darknet ins sogenannte Jagdspiel ein. Dessen Opfer ahnen nicht, dass ihr Leben in höchster Gefahr ist...

Das Buch beginnt mit einer kurzen, erschreckenden Szene, in der eine Frau beim Laufen im Wald überwältigt und auf grausame Weise ermordet wird. Dabei erwähnen die Täter ein Mal, das sie auf ihr entdeckt haben. Danach lernt man die eingangs erwähnten Charaktere Christian Brand, Inga Björk und Werner Krakauer kennen, die vom Autor in Position gebracht werden. Außerdem begleitet man die siebzehnjährige Schülerin Mavie Nauenstein, die von ihren Eltern beim kleinsten vermeintlichen Fehltritt geschlagen wird. Trotzdem schleicht sie sich abends aus dem Haus, um zur Party ihres Mitschülers Silas zu fahren. Der Besuch wird zum Fiasko, denn im UV-Licht wird ein Skorpion-Tattoo auf ihrem Rücken sichtbar, von dem sie nichts ahnte und mit dem sie die Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich zieht.

Zunächst ist nicht klar, wie die Geschichten der einzelnen Charaktere miteinander in Verbindung stehen. Dies kristallisiert sich allmählich heraus, während man gleichzeitig immer mehr über das sogenannte Jagdspiel erfährt, das im Darknet veranstaltet wird. Die Kapitel sind kurz und die Perspektive wechselt alle paar Seiten. Neben den zuvor erwähnten Hauptcharakteren schwenkt sie auch zu einer Jägerin und verschiedenen Opfern. Brutale Morde werden geschildert, sodass das Buch nichts für schwache Nerven ist.

Die Geschichte setzt vor allem auf ein hohes Tempo und viel Action. Für mich blieb unvorhersehbar, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Was für meinen Geschmack allerdings zu kurz kam war die Auseinandersetzung mit der Motivation der Handelnden. Das blieb mir zu oberflächlich und hier werden einige Klischees bedient. Zum Schluss geht alles sehr schnell, es gibt einige Erklärungen und dennoch hatte ich danach noch einige Fragezeichen im Kopf.

„Das Spiel“ bietet spannende Unterhaltung für alle Thriller-Fans!