Samstag, 12. September 2026

Rezension: Mila und Mo - Wo ist Teddy? von Rosalind Beardshaw


Mila und Mo: Wo ist Teddy?
Autorin & Illustratorin: Rosalind Beardshaw
Übersetzerin: Maria Höck
Pappbilderbuch: 10 Seiten
Erschienen am 26. August 2026
Verlag: Penguin Junior
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Mila und ihr kleiner Bruder Mo wollen im Wohnzimmer Picknick spielen. Doch dann bemerkt Mila, dass ihr Teddy fehlt – der muss beim Picknick aber dabei sein. Die beiden beginnen, überall zu suchen. Dabei finden sie viel anderes Spielzeug, dass Mo in den Rucksack stopft. Teddy bleibt jedoch verschwunden, und Mo versucht, Mila aufzuheitern. Schließlich bemerken sie, dass er schon die ganze Zeit im Rucksack und bei ihrer Suche dabei war. 

Die beiden Hundekinder sehen mit ihren großen Augen wirklich niedlich aus und laden dazu ein, sich mit ihnen auf die Suche zu begeben. Gleich auf der ersten Seite ist ein Drehrad, das den Inhalt der roten Tasche zeigt, in der Mo als erstes sucht. Ein Auto, ein Dino.. aber kein Teddy. Auf den nachfolgenden Seiten gibt es viele Klappen, hinter denen weiteres Spielzeug entdeckt werden kann. Nicht verstanden habe ich, wieso die sechs Spielzeug-Illustrationen, die beim Drehrad zu sehen sind, für die Klappe beim Spielzeughaufen noch mal verwendet wurden.

Nach dem ersten Lesen wusste mein Sohn, dass der Teddy die ganze Zeit im Rucksack steckt. Seitdem zeigt er überall wo er zu sehen ist auf den geschlossenen Rucksack, aus dem der Arm des Teddys herausschaut. Wieso der Teddy dann jedes Mal, wenn der Rucksack geöffnet wird, nicht zu sehen ist, kann ich leider nicht erklären. Das ausklappbare Herz auf der letzten Seite ist ein schönes abschließendes Highlight. Die Sprache ist sehr einfach gehalten und die Sätze kurz, sodass das Buch für meinen anderthalbjährigen Sohn bereits gut geeignet ist. Ein unterhaltsamer Suchspaß für kleine Entdecker:innen!

Donnerstag, 3. September 2026

Rezension: Kichergeschichten: Bild für Bild durch meinen Tag von Katharina Bußhoff


Kichergeschichten: Bild für Bild durch meinen Tag
Autorin & Illustratorin: Katharina Bußhoff
Pappbilderbuch: 26 Seiten
Erschienen am 26. August 2026
Verlag: Fischer Sauerländer
Link zur Buchseite des Verlags

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Mika ist zwei Jahre alt und kann schon ganz viel. Zusammen mit seiner Mama, seinem Papa und seinem Kuscheltier Knuffel begleiten wir ihn in 11 Bildergeschichten durch seinen Alltag. Er spielt im Regen, zieht sich lustig an und versteckt sich, weil er nicht ins Bett gehen möchte. Schon lange hat sich mein 18 Monate alter Sohn nicht mehr mit so großer Begeisterung auf ein neues Buch gestürzt, was bei meinem buchbegeisterten Kind wirklich etwas heißt. Mika hat es ihm gleich angetan und wir haben das Buch in den letzten Tagen ungefähr eine Million Mal gelesen. 

Auf der ersten Doppelseite des Buchs wird Mika mit seiner Familie vorgestellt und es gibt ein kleines Bild zu jeder Geschichte im Buch, mit dem das Kind zeigen kann, worauf es gerade Lust hat. Das klappt bei uns sehr gut, seit mein Sohn die Geschichten alle kennt, er sagt zum Beispiel „baden“ oder „Seife“ und tippt das zugehörige Bild an. Die nachfolgenden Doppelseiten zeigen jeweils eine Bildgeschichte. Besonders gefällt mir die große Alltagsnähe. Es gibt viele lustige Situationen, viele davon hat mein Kind so oder so ähnlich auch schon erlebt. Mit der Bürste erhält Papa eine lustige Frisur und die Hose kann man doch auch als Mütze tragen?! Die Badegeschichte, bei der Mika zum Haare waschen die Augen fest zusammenkneift, nutzen wir, um genau das zu üben, was immer besser klappt. Damit landet bei uns bald hoffentlich kein Schaum mehr im Auge. 

Die Texte sind sehr kurz und von der Länge her passend für unser 18 Monate altes Kind – für ältere Kinder mit guter Sprachentwicklung könnte es schon zu wenig sein. Die Illustrationen von Mika und seinen Eltern gefallen uns sehr gut. Sie sind farbenfroh und legen den Fokus aufs Wesentliche, sodass die ganze auf der Doppelseite untergebrachte Geschichte gut erfasst werden kann. Gerne empfehle ich das Buch an Familien mit einem Kind in ähnlichem Alter weiter!

Dienstag, 1. September 2026

Rezension: Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht. von Jakob Schwerdtfeger

 


Rezension von Ingrid Eßer 

Titel: Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht.
Autor: Jakob Schwerdtfeger
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
Verlag: dtv
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Leseband
ISBN: 9783423285360
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In seinem Buch „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht.“ nimmt Jakob Schwerdtfeger die Lesenden mit auf eine Reise durch die Epochen der Kunstgeschichte von der Romanik um das Jahr 1000 bis in die Gegenwart. Der Autor ist Kunsthistoriker und hat sich sowohl als Poetry-Slammer als auch als Moderater verschiedener Kultursendungen einen Namen gemacht. Die Beschäftigung mit Kunst liegt in seiner Familie: Der Bauhauskünstler Kurt Schwerdtfeger war sein Urgroßvater, dessen Sohn Stefan, ein Architekt, Maler und Bildhauer, sein Großvater.

Nach der Einleitung folgen zwölf Kapitel, wobei das elfte und zwölfte nochmals in mehrere Abschnitte untergliedert sind. Der Autor arbeitet zu jeder Epoche die wichtigsten Merkmale heraus, erklärt das Anliegen der jeweiligen Kunstrichtung und stellt dazu ausgewählte Werke vor, die meist im kleinen Format in den Text eingegliedert sind. Das verschafft einen guten Überblick; zum Betrachten von Details habe ich online nach dem Kunstwerk gesucht.

Aufgelockert werden die kunsthistorischen Ausführungen durch amüsante Begebenheiten und kuriose Fakten. Dadurch gelingt es Jakob Schwerdtfeger auch belanglos wirkenden Objekten Aufmerksamkeit zu schenken, aufgrund dessen man sich daran erinnern wird. Immer wieder finden sich Einschübe unter dem Titel „Gegen den Strom“ in denen Werke angeführt werden, die von den typischen Merkmalen der jeweils beschriebenen Epoche abweichen.

Natürlich kann das Buch den Besuch eines Museums nicht ersetzen, den der Autor am Ende sehr empfiehlt. Ergänzend finden sich Nachweise zu den Zitaten und Abbildungen.

„Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“ richtet sich vor allem an Kunstinteressierte, die sich auf unterhaltsame Weise einen Überblick über die Jahrhunderte der Kunstgeschichte und ihrer verschiedenen Strömungen verschaffen möchten.

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