Mittwoch, 12. Dezember 2018

[Rezension] Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton


Rezension von Ingrid Eßer

*Werbung wegen Verlinkung*
Titel: Die Tochter des Uhrmachers
Autorin: Kate Morton
Übersetzerin: Charlotte Breuer
Erscheinungsdatum: 08.10.2018
Verlag: Diana (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag und Leseband
ISBN: 9783453291386
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„Die Tochter des Uhrmachers“ von Kate Morton handelt auf mehreren Zeitebenen. Die Handlung beginnt in Birchwood Manor, einem Landhaus in England. Anfangs ist noch nicht ersichtlich, dass es sich bei der Ich-Erzählerin um die Titelfigur handelt. Geheimnisvoll angehaucht ist ihre Andeutung der Geschehnisse des Sommers 1892 in dem eine Gruppe Künstler das Haus zum Malen und Dichten benutzte. Unerwartete Gäste trafen ein und ein Schuss wurde abgegeben. Den Grund für diese Handlung und wer sie ausgeführt hat wird erst nahezu am Ende des Buchs genannt.

In der Gegenwart entdeckt die 31-jährige Archivarin Elodie in einem Pappkarton, der jahrelang im Abstellraum gestanden hat, eine Aktentasche. Sie enthält neben anderen Dingen eine Dokumentenmappe, in der sich das Sepia-Foto einer jungen Frau findet. Außerdem enthält die Aktentasche ein Skizzenbuch aus dem ein Blatt Papier mit einer Liebesbekundung fällt. Eine Zeichnung im Buch fällt Elodie besonders ins Auge, ein Haus mit zwei Giebeln in der Nähe eines Flusses. Sie erinnert sich an eine Geschichte, die ihre verstorbene Mutter ihr als Kind erzählt hat, das darin vorkommende Haus entspricht genau der Zeichnung. Der Inhalt der Aktentasche geht Elodie nicht mehr aus dem Sinn. Hinter ihrer Neugier stehen sogar die Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit zurück. Zu gerne möchte sie wissen, wer die Frau auf dem Foto ist und ob sie einen Bezug zu dem Haus in der Skizze hat. Außerdem ist es ihr wichtig zu erfahren, ob es die Landschaft aus der Geschichte ihrer Mutter tatsächlich gibt. Hat die Aktentasche einen Hinweis auf die Vergangenheit ihrer eigenen Familie enthalten?

Während Elodie sich anhand ihrer Entdeckungen auf die Suche nach Antworten begibt, springt die Geschichte immer wieder zu Birdie, der Tochter des Uhrmachers. Die Kapitel, in denen Birdie ihr spannendes Leben erzählt, sind mit römischen Zahlen getitelt, während über den Ereignissen in der Gegenwart arabische Ziffern stehen. Doch im Verlauf des Romans kommen weitere Zeitebenen hinzu. Charaktere, die zunächst nur eine Nebenrolle spielten, oder auch neue Figuren stehen dabei im Mittelpunkt. Ohne zu viel darüber preiszugeben, sei angedeutet, dass Birchwood Manor Ende des 19. Jahrhundert zu einem Mädchenpensionat wurde. Später zieht für einige Zeit ein Kunststudent ins Haus ein, der seine Doktorarbeit über den Maler Edward Radcliffe schreibt und im Zweiten Weltkrieg wird es zur Zuflucht für eine Witwe mit ihren Kindern.

Die Geschichte von Elodie verblasst, wenn Kate Morton sich immer mehr der Vergangenheit zuwendet. Dabei baut sie ihre Charaktere weiter aus und bindet sie in immer neue Abenteuer ein. Jede ihrer Figuren hat auf seine eigene Art Ecken und Kanten. Trauer und Freude sind mit Birchwood Manor verknüpft. Hier wird nicht nur gelebt, sondern auch gestorben und über allem liegt eine mysteriöse Legende. Die Autorin spinnt ihren Roman sehr geschickt, es dauert eine Weile bis sie ein Geheimnis preisgibt, dem sie sich auf unterschiedliche Weisen nähert und Motive für die jeweilige Handlung schildert. Allerdings zog sich die Geschichte dadurch im Mittelteil ein wenig. In einer ausdrucksstarken Sprache dreht der Roman sich immer wieder um Kunst und auch Poesie.

„Die Tochter des Uhrmachers“ zeigt wieder einmal die Stärke von Kate Morton als Geschichtenerzählerin. Die Verknüpfung unterschiedlicher Zeitebenen und Erzählperspektiven macht den Roman sehr abwechslungsreich und einzigartig. Über allem liegt ein Hauch von Magie. Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es an Leser von Familiengeschichten mit Geheimnissen, die gerne ihre Fantasie spielen lassen, weiter.

[Rezension] Die Dame in Gold von Valérie Trierweiler


Rezension von Ingrid Eßer

*Werbung wegen Verlinkung*

Titel: Die Dame in Gold (unabhängiger Band in der Reihe 
"Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe)

Autorin: Valérie Trierweiler
Übersetzerin: Beate Reitz
Erscheinungsdatum: 14.09.2018
Verlag: Aufbau Taschenbuch (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Klappenbroschur
ISBN: 9783746634494
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„Die Dame in Gold“ von der französischen Autorin Valérie Trierweiler beschreibt das Leben von Adele Bloch-Bauer, einer Muse des berühmten Malers Gustav Klimt, die in Wien lebte. Das Buch erscheint in der Serie „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ des Aufbau Verlags. Bei der Umschlaggestaltung findet die Kunst Klimts Eingang in der Umrandung der oberen Hälfte des Covers. Der Roman führte mich in der Zeitgeschichte über einhundert Jahre zurück.

Adele Bloch-Bauer war glücklich mit einem Zuckerfabrikanten verheiratet. Sie verlor zwei ihrer Kinder bereits während der Schwangerschaft, eines sehr kurz nach der Geburt und blieb kinderlos. Das Paar führte einen Salon, in dem sich unter anderem Künstler aus Wien gerne trafen. Ihr Mann förderte einige von ihnen, darunter auch Gustav Klimt, dessen Stil er besonders mag und ihn daher darum bat, seine Frau zu porträtieren. In vielen Sitzungen, bei denen Gustav Klimt zunächst skizzierte und später dann auf seine ganz eigene Weise malte, sympathisierten er und Adele nicht nur miteinander, sondern kamen sich schließlich auch körperlich näher. Klimt gelingt es, Adele wieder Freude am Leben zu schenken und ihr Mut für die Zukunft zu geben.

Obwohl Adele von ihrem Mann geliebt und von Freunden und Familie geschätzt wird, lässt sie die fehlende Mutterrolle beinahe verzweifeln. Die räumliche Nähe zu den Kindern ihrer Schwester lässt sie neidisch sein. Den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit unterworfen gibt es für sie kein Entfliehen aus den an sie gestellten Erwartungen als Gattin eines Unternehmers. Durch die langen Gespräche mit Gustav Klimt lernt sie die Welt aus einer anderen Perspektive kennen. Ihr Bewusstsein öffnet sich für neue, moderne Ansichten. Sie fühlt sich ihm ebenbürtig und entwickelt dadurch mehr Selbstwertgefühl.

Das Ehepaar Bloch-Bauer spürt deutlich die Auswirkungen der geschichtlichen Entwicklungen vor allem die des ersten Weltkriegs. Valérie Trierweiler lässt Dank ihrer sehr guten Recherche die damalige Zeit realistisch wieder aufleben. Fehlende Fakten ergänzt sie durch ihre Fantasie. Mit viel Einfühlungsvermögen gibt die Autorin den Fakten hinter der historischen Figur nachvollziehbare Gefühle. Auf diese Weise konnte ich mir Adele sehr gut in ihrem Umfeld vorstellen. Die Autorin schildert unter anderem anschaulich auch die Entstehung eines der berühmtesten Bilder Klimts, nämlich „Adele Bloch-Bauer I“, kurz „Die goldene Adele“, das zu den teuersten Gemälden der Welt zählt. Immer wieder habe ich mir das Bild aufgerufen und angesehen, um den Malstil von Klimt zu bewundern.

Valérie Trierweiler lässt mit ihrem Roman „Die Dame in Gold“ Geschichte wieder lebendig werden. Ihr Schreibstil ist angenehm leicht lesbar und unterhaltsam. Wer es mag, über historisch verbürgte Frauen zu lesen und die bisherigen Bücher der Reihe im Aufbauverlag mochte wird auch mit diesem Buch wieder die richtige Lektüre finden. 

Dienstag, 11. Dezember 2018

[Rezension] Mortal Engines. Jagd durchs Eis - Philip Reeve


 

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Mortal Engines. Jagd durchs Eis
Autor: Philip Reeve
Übersetzer: Gesine Schröder und Nadine Püschel
Taschenbuch: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 28. November 2018
Verlag: FISCHER Tor

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Zwei Jahre sind vergangen, seit Hester und Tom sich gemeinsam gegen Valentine und seinen finsteren Plan zur Wehr gesetzt haben. Mit ihrem Luftschiff, der „Jenny Haniver“, haben sie seither zahlreiche Orte bereist. Bei einem Stop in Airhaven werden sie von Nimrod Pennyroyal angesprochen, einem bekannten Autoren von Reiseberichten, deren Wahrheitsgehalt höchst zweifelhaft ist. Hester und Tom willigen ein, ihn mitzunehmen. Sie merken zu spät, dass ihm jemand auf den Fersen ist. Es kommt zu einem Gefecht, und der „Jenny Haniver“ gelingt knapp die Landung in Anchorage. In der einst mächtigen Eisstadt leben nach einer Epidemie nur noch ein paar Dutzend Menschen, angeführt von der weltfremden Freya. Diese hat ihren ganz eigenen Plan für ihre Gäste. Ihr Handeln verleitet Hester dazu, eine folgenschwere Entscheidung zu treffen.

Nachdem mich der erste Teil der Mortal Engines Reihe als Buch und auch als Film überzeugen konnte, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Die Handlung beginnt rund zwei Jahre nach dem ersten Teil und startet ruhig. Hester und Tom haben ein neues Leben an der Bord der „Jenny Haniver“ begonnen. Das fühlt sich insbesondere für Hester immer noch unwirklich an.

Außerdem lernt man gleich einen neuen Charakter kennen: Freya ist seit dem Tod ihrer Eltern die Anführerin der Eisstadt Anchorage. Diese wäre leichte Beute, wenn sie gefunden wird, denn es sind fast alle Bewohner an einer Krankheit gestorben. Jetzt liegt es an Freya, zu entscheiden, wohin sie ihre Stadt lenkt, doch sie wartet vergeblich auf eine Eingebung. Zudem hat sie wenig Ahnung von alltäglichen Dingen, da sie ihr Leben lang von Dienern umgeben war. Von diesen hat jedoch nur ein einziger überlebt. Freyas Versuche, ihren Alltag zu meistern und sich wie eine edle Lumineszenz zu geben, sind amüsant. Sie tat mir als Leser ein bisschen Leid, machte sich mit einigen Entscheidungen aber nicht unbedingt beliebt.

Ein weiterer neuer Schlüsselcharakter ist der Autor Nimrod Pennyroyal, der bei Hester und Tom mitfliegt und dafür verantwortlich ist, dass ihr Luftschiff von seinen Verfolgern beschädigt wird. Außerdem spielen die sogenannten Verlorenen Jungs eine Rolle, eine Diebesbande, die vom mysteriösen „Onkel“ angeführt wird. Die zahlreichen neuen Charaktere bringen Schwung in die Geschichte und sorgen für neue Herausforderungen, denen Hester und Tom sich stellen müssen. Auch einige Geister der Vergangenheit holen die beiden bald in unerwarteter Gestalt ein. Es gibt nicht ganz so viele Ortswechsel wie im ersten Band und häufiger ruhige Szenen, die einem die Chance geben, die Handelnden noch besser zu verstehen.

Der Leser wird zu neuen Schauplätzen geführt, darf wieder spannende Auseinandersetzungen erleben und fiebert mit, ob Hester und Tom die Herausforderungen meistern werden. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und zum Ende hin gab es in meinen Augen gleich mehrere Highlight-Szenen. Eine Handvoll Fragen bleibt offen, sodass ich mich freue, bald weiterlesen zu können. Wer den ersten Band mochte, der sollte sich diese Fortsetzung auf keinen Fall entgehen lassen!

Sonntag, 9. Dezember 2018

[Rezension Ingrid] Unter Wasser von Till Raether


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Titel: Unter Wasser (Band 5 für den Ermittler Adam Danowski)
Autor: Till Raether
Erscheinungsdatum: 23.10.2018
Verlag: Rowohlt Polaris (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Klappenbroschur
ISBN: 9783499291500
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„Unter Wasser“ ist der fünfte Fall für den Hamburger Hauptkommissar Adam Danowski aus der Feder von Till Raether. Adam gehört etwa ein Jahr nach den Ermittlungen, die im vorigen Band „Neunauge“ stattfanden, immer noch zur Abteilung „Operative Fallanalyse“ des Landeskriminalamts. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit seinen früheren Kollegen Meta und Finzi erfährt er von der neu gegründeten permanenten Sonderkommission Sexualisierte Gewalt, die Meta leiten wird. Nach kurzem Überlegen willigt Adam ein, die Kommission mit seiner Arbeit zu unterstützen. Die Räumlichkeiten befinden sich in der Nähe der Speicherstadt, von der ein Teil auf dem Cover abgebildet ist. Der Titel bezieht sich allerdings auf ein Schwimmbad in dem die Youtuberin Sibil Schwab, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Billie Swopp, entführt wird. Das Besondere am aktuellen Fall ist, dass Adam mit seiner jüngeren Tochter während der Tat vor Ort war. Bald schon kommt der Verdacht auf, dass Billie die Tat fingiert hat um ihre Klickrate und die Followerzahlen zu verbessern. Doch dann geht eine Lösegeldforderung ein, begleitet von einer Drohung, die kaum mehr an einen Scherz glauben lässt.

Diesmal dreht sich ein großer Teil der Handlung rund um Billie und ihrer Tätigkeit als Youtuberin, die von zwei Nerds bei der Vermarktung unterstützt wird. Im Privatleben von Adam Danowski konnte ich mehr über das Zusammenleben mit seinen beiden Töchtern Martha und Stella, inzwischen 10 und 13 Jahre alt, und den Umgang miteinander erfahren. Adam setzt sich wie andere Eltern auch mit den Chancen und Gefahren der Sozialen Medien auseinander und fragt sich, wie viel Umgang damit für jedes Kind passend ist.

Diesmal legt der Autor zwar eine falsche Fährte zu dem Täter oder den Tätern, aber nur für die Ermittler. Als Leser erfuhr ich von Billies Plänen, doch bis zuletzt blieb für alle offen, ob es sich um „Prank“, also einen Streich handelt oder die Entführung und deren Folgen ernst zu nehmen sind. Die Schilderung nimmt einiges von der heutigen Jugendsprache auf. Die Dialoge der jungen Leute waren daher für mich nicht immer leicht zu verstehen. Till Raether schreibt wie immer in einem unterhaltsamen Stil mit leicht lakonischem und amüsantem Unterton. Die Handlung ist aktuell und wirkt realistisch. Wer die Adam Danowski-Reihe mag, ist auch bei dem fünften Fall richtig.


Mittwoch, 5. Dezember 2018

[Rezension Ingrid] Befreit von Tara Westover


Titel: Befreit - Wie Bildung mir die Welt erschloss
Autorin: Tara Westover
Übersetzer: Eike Schönfeld
Erscheinungsdatum: 07.09.2018
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN: 9783462050127
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„Befreit – Wie Bildung mir die Welt erschloss“ ist die Autobiographie der heute 32-jährigen Amerikanerin Tara Westover. Sie ist dahingehend ungewöhnlich, weil die Autorin in den Bergen Idahos ohne Schulbesuch aufgewachsen ist und dennoch den Weg über die Universität bis hin zum Doktortitel geschafft hat. Befreit hat sie sich in dieser Zeit von den Glaubensgeboten und Leitsätzen, die hauptsächlich ihr fundamentalistisch denkender Vater ihr gesetzt hat, der von ihrer Mutter und einem Teil ihrer sechs älteren Geschwister unterstützt wird. Um einige Personen zu schützen, hat sie teilweise deren Namen geändert.

Tara wächst in einer ländlichen Umgebung auf. Ihre drei ältesten Brüder haben einige Jahre die Schule besucht, doch dann haben die Eltern beschlossen, ihre Kinder selbst zu unterrichten. Es gibt keine festgelegten Lehrstunden, oft lernen die Kinder ganz nebenher durch Erklären von Alltäglichem und näherem Betrachten von Bekanntem und Unbekanntem. Taras Vater Gene betreibt einen Schrotthandel und schon früh wird sie zur Mitarbeit aufgefordert. Auch ihrer Mutter Faye ist sie behilflich im Haushalt und bei der Herstellung verschiedener Kräuterheilmittel. Im Laufe der Jahre passieren mehrere schwere Unfälle in die mindestens eins der Familienmitglieder involviert ist. Doch ein Arztbesuch ist kostspielig und Gene setzt auf die Vorsehung zur Heilung und Naturheilstoffe. Der Vater steigert sich in einige religiöse Ansichten hinein und dringt auf deren Einhaltung, notfalls auch mit Gewalt. Faye stellt sein Verhalten nicht in Frage. Erst viel später erfährt sie, dass Gene eine psychische Erkrankung hat.

Tara Westover setzt sich in ihrer Biografie kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinander. Sie beschönigt nichts. Als Kind blieb ihr viel Raum, ihre Umwelt auf eigene Faust zu entdecken. Bis auf Anstandsregeln, die hauptsächlich ihre Kleidung betrafen, und religiösen Wertvorstellungen waren ihr kaum Grenzen gesetzt. Doch sie hat auch gelernt, dass jedes Familienmitglied so früh wie möglich dabei helfen muss, die Existenz zu sichern. Aus ihrer Sicht als erwachsene Frau, versucht sie die Handlungen ihrer Eltern zu verstehen, denn allein mit einer fundamentalistischen Glaubenseinstellung sind nicht alle Entscheidungen von ihnen zu begreifen. Gerade auch die Gewalt, die einer ihrer Brüder ihr gegenüber ohne das Einschreiten von Vater oder Mutter zeigt, bleibt unfassbar. Und dennoch fällt ihr die Ablösung vom Elternhaus schwer, denn hier reicht ihr Wissen für Haushalt, Kräuterherstellung und die Arbeit auf dem väterlichen Schrottplatz ohne sich mit anderen messen zu müssen. Die Gewohnheit gibt ihr auf eine gewisse Art Sicherheit. Und sich von der Liebe ihrer Eltern zu lösen, die doch da ist, aber sich nicht in der den meisten bekannten Weise äußert, fällt der Autorin schwer. Überhaupt war es für mich als Leserin nicht immer einfach, die Handlungen und Ansichten der Familienmitglieder nachzuvollziehen.

Ohne Groll blickt Tara Westover auf die vergangenen Jahre zurück. Sie definiert nicht nur die Schattenseiten, sondern teilt mit ihren Lesern viele glückliche Momente, die sie in einer gefühlvollen, ausdrucksstarken Sprache erzählt. Sie sucht den Kontakt zu Personen außerhalb der Familie und mit deren Hilfe und der Unterstützung ihrer Brüder öffnet sich ihr Blick und weitet sich ihr Verstand. Ihre Neugier auf das Leben außerhalb der Familie wächst und mit ihrer Persönlichkeit macht sie auf sich aufmerksam und nimmt immer mehr Personen für sich ein. Das gibt ihr Kraft und Stärke und ihre Unsicherheit verliert sich zunehmend. Für mich war es beruhigend, darüber zu lesen.

Tara Westovers Autobiographie ist beeindruckend. Entspräche ihre Geschichte nicht den Tatsachen hätte ich an einigen Stellen innegehalten und die Fiktion für unrealistisch erklärt. Die Schilderungen der Autorin sind intensiv und bewegend. Der Lebensweg der Autorin ist lesenswert und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Sonntag, 2. Dezember 2018

[Rezension Hanna] Gefährliche Freundinnen - Cat Clarke


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Gefährliche Freundinnen
Autorin: Cat Clarke
Übersetzerin: Elisabeth Müller
Broschiert: 352 Seiten
Erschienen am 24. Oktober 2018
Verlag: FISCHER FJB
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In Harpers Leben ist nichts mehr wie zuvor, seit ihre Zwillingsschwester Jenna gestorben ist. Sie und ihre trauernde Familie erreicht kurz danach die Nachricht, dass sie im Lotto gewonnen haben. Das macht Jenna nicht wieder lebendig, ermöglicht Harper aber einen Tapetenwechsel: Sie bittet ihre Eltern darum, auf das exklusive Mädcheninternat Duncraggan Castle wechseln zu dürfen. Dort wird sie bald Teil einer Vierer-Clique. Nach dem Sommer kommt mit Kirsty eine Neue in ihren Jahrgang, deren Geschichte Harpers ähnelt. Sie freundet sich schnell mit Kirsty an. Doch dadurch stehen bald Harpers andere Freundschaften auf dem Spiel.

Zu Beginn des Buches lernt der Leser Harper kennen und erfährt, warum sie auf ein Internat geht. Ihre Schwester ist einiger Zeit gestorben und Harper hat ihre Eltern darum gebeten, nach Duncraggan geschickt zu werden. Dort ist sie eng mit ihrer Zimmergenossin Rowan sowie mit Lily und Ama aus dem Nachbarzimmer befreundet. Die vier sind eine verschworene Gemeinschaft geworden, die sich ihre Geheimnisse erzählt und gemäß alter Traditionen gemeine Streiche spielt. So muss der Neuzugang Kirsty wie alle anderen zuvor eine Nacht in einem winzigen Loch verbringen.

Der Titel ließ mich neugierig darauf warten, inwiefern sich Harpers Freundinnen als gefährlich herausstellen werden. Gemeinsam mit Harper brechen sie immer wieder die Regeln durch ihre Streiche oder nächtliche Partys, mehr deutet sich jedoch nicht an. Währenddessen beginnt Harper, sich mit Kirsty anzufreunden. Diese sucht ihre Nähe und signalisiert ihr, dass sie nachvollziehen kann, wie Harper sich fühlt, weil auch sie ihre Schwester verloren hat. Harpers andere Freundinnen werden mit Kirsty jedoch noch warm. Die Versuche, sie in die Aktionen ihrer Clique einzubeziehen, laufen eher schlecht als recht und werden schließlich eingestellt.

Rowan war der Charakter, der mir am Besten gefallen hat. Sie ist eine flippige Asiatin mit kurzen Haaren, die seit fast 10 Jahren aufs Internat geht. In die Protagonistin Harper konnte ich mich leider nur bedingt hinein versetzen. Ich hatte gehofft, mehr darüber zu erfahren, warum ihre Schwester gestorben ist, das wird jedoch kurz und nicht ganz nachvollziehbar abgehandelt. Harper kommt schließlich in die Situation, sich entscheiden zu müssen, wem sie vertraut. Dabei hinterfragt sie wenig und trifft Entscheidungen, über die ich als Leser nur den Kopf schütteln konnte.

Bald war mir klar, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Auf dem Weg dahin hat sich die Geschichte gezogen. Mit Halloween-Partys, nächtlichem Wahrheit oder Pflicht und den Vorbereitungen auf ein Schulmusical liest sich das Buch wie ein ganz normaler Internats-Roman. Erst zum Ende hin spitzt sich die Situation rasant zu. Es wird kurz brenzlig und man erhält Antworten, die mich aber nicht sonderlich überraschen konnten.

In „Gefährliche Freundinnen“ tritt Harpers etablierte Freundschaft zu Rowan, Lily und Ama in Konkurrenz zu der mit Neuzugang Kirsty. Harper muss sich entscheiden, wem sie mehr vertraut. Aufgrund des Titels hätte ich aber eine ereignisreichere Story erwartet. Der Leser erhält einen Internats-Roman mit vielen klassischen Elementen, in dem sich die Dramatik daraus ergibt, dass Lügen verbreitet und Geheimnisse verraten werden. Dass Harper ihre Zwillingsschwester verloren hat spielte dabei eine kleinere Rolle, als ich erwartet hätte. Leider konnte mich dieses Jugendbuch nicht so recht fesseln.

Mittwoch, 28. November 2018

[Rezension Hanna] Die Sprache der Dornen. Mitternachtsgeschichten - Leigh Bardugo


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Die Sprache der Dornen
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzerin: Michelle Gyo
Hardcover: 288 Seiten
Erschienen am 1. Oktober 2018
Verlag: Knaur
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In „Die Sprache der Dornen“ nimmt uns Leigh Bardugo erneut mit ins „Grishaverse“. Sechs märchenhafte Geschichten aus Semeni, Rawka, Kerch und Fjerda geben neue Einblicke in die magische Welt. Da ist zum Beispiel Ayama, die losgeschickt wird, um mit dem Monster zu verhandeln, welches das Königsreich tyrannisiert. Dabei handelt es sich um einen wegen seiner Andersartigkeit verstoßenen Sohn des Königspaars. Damit sie verschont wird und weiterleben darf verlangt er, dass sie ihm eine Geschichte erzählt. Eine Herausforderung für Ayama, die in ihrer Familie, in der sich alles um ihre bildschöne Schwester dreht, nie zu Wort kommen durfte. Außerdem taucht man ein in die Geschichten eines listigen Fuches, der sich übernimmt; eines Mädchens, das vor ihrer Stiefmutter zu einer Hexe flieht; eines verarmten Fluters, der unerwartete Hilfe erhält; eines Spielzeugs, das einen eigenen Willen entwickelt und zwei Meerjungfrauen mit besonderem Talent, die an Land gehen müssen.

Ich habe bislang alle Bücher aus dem Grishaverse gelesen und geliebt, und so war auch dieser Band eine absolute Pflichtlektüre für mich. Die Cover sind immer wunderschön gestaltet, doch dieses übertrifft meiner Meinung die anderen noch einmal. Das Buch kommt im hochwertigen Leineneinband daher und vergoldete Elemente glänzen im Licht. Auch innen ist es komplett illustriert. Bei jeder Erzählung baut sich Seite für Seite ein Ornament auf mit Elementen, die darin vorkommen. Am Ende jedes Märchens gibt es dann eine beidseitige Illustration des „fertigen“ Bildes. Die Illustratorin Sarah Kipini, deren Name man leider erst in der Danksagung erfährt, hat hier fantastische Arbeit geleistet, durch welche die Worte noch lebendiger werden.

Viele der Erzählungen sind in Ecken der von Leigh Bardugo erschaffenen Welt angesiedelt, die man in den bisherigen Erzählungen noch nicht betreten hat. So entdeckt man als Leser neue wundersame Wesen und Fähigkeiten, von denen man bislang nichts wusste. Aber es werden auch bekannte Kräfte aufgegriffen, zum Beispiel in der Geschichte des mittellosen Fluters. Dieser will die Hand der schönen Prinzessin gewinnen, indem er Aufgaben erfüllt, die eigentlich nur der reiche Prinz, den der König als Schwiegersohn im Blick hat, lösen können sollte.

In jeder Erzählung tauchte ich schnell in die märchenhafte Atmosphäre ein. Es sind viele klassische Elemente wie Prinzessinnen, Könige, böse Stiefmütter und Hexen enthalten. Die Autorin versteht es aber, das Ganze immer wieder in eine überraschende Richtung zu treiben, die man mit den bekannten Märchen im Hintergrund nicht unbedingt erwartet hätte. Schön fand ich, dass dabei besonders die weiblichen Charaktere mehr Macht und Freiraum bekommen und nicht nur in hohen Türmen auf den Retter warteten. Zwischendurch wird es auch ganz schön blutig und düster, sodass man sich wie bei den alten Märchen gut überlegen sollte, ab welchem Alter man sie Kindern erzählt. Mir haben alle sechs Erzählungen gut gefallen, wobei mein Favorit gleich die erste von Ayama war. Ein wunderschönes Buch nicht nur für alle Fans des Grishaverse, sondern auch ein perfekter Einstieg in die Welt für alle, die moderne und fantastische Märchen mögen!

Dienstag, 27. November 2018

[Rezension Ingrid] Ein einfaches Leben von Min Jin Lee


Titel: Ein einfaches Leben
Autor: Min Jin Lee
Übersetzerin: Susanne Hobel
Erscheinungsdatum: 21.09.2018
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag und Leseband
ISBN: 9783423434928
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Im Roman „Ein einfaches Leben“ erzählt Min Jin Lee von der Koreanerin Sunja und ihren beiden Söhnen. Die Erzählung ist fiktiv und beginnt im Jahr 1911 als eine Ehevermittlerin die Heirat von Sunjas Eltern Hoodie und Yangjin vereinbart und endet im Jahr 1989. Es ist ein schlichtes, arbeitsames Leben das Sunja führt, mit vielen Höhen und Tiefen. Die Covergestaltung passt sich dem Titel an und gibt eine schöne Inspiration für die Verbildlichung der Protagonisten.

Sunja ist die Enkelin eines Fischers und seiner Frau, die für einen Nebenverdienst ihre spärlichen Räumlichkeiten zimmerweise vermieten. Hoodie, als einzig überlebendes Kind der beiden, ist ebenfalls Fischer geworden und hat erst spät geheiratet. Schon drei Jahre nach der Hochzeit verlor er seine Eltern und führte die Zimmervermietung weiter. Auch Hoodies Tochter Sunja ist der einzige Nachwuchs. Nach dem frühen Tod ihres Vaters leben Mutter und Tochter allein von der Miete. Als junges unbedarftes Mädchen verliebt sie sich in einen Mann von dem sich herausstellt, dass er in Japan verheiratet ist. Doch da ist sie schon schwanger von ihm. Ein junger koreanischer Pastor auf der Durchreise nach Osaka nimmt sie dennoch zur Frau. Noa nennt sie ihren Sohn und mit Mozasu bekommen die beiden einige Jahre später ein gemeinsames Kind. In Japan wird aber auch diese Generation nie den Status der koreanischen Einwanderer gänzlich abstreifen können.

Min Jin Lee hat einen schicksalhaften Roman geschrieben, der vor allem die Stigmatisierung der Koreaner durch die Japaner zum Thema hat. Sie gelten als schmutzig, faul und aggressiv. Es ist verstörend zu erkennen, dass es keinem Familienmitglied gelingt, sich durch Arbeit und persönlicher Ausstrahlung von dieser Ansicht zu lösen. Die Autorin schafft es ebenfalls, die Zerrissenheit des Landes Korea in Nord und Süd darzustellen. Gerade die ärmere Bevölkerung ist ein Spielball der Mächtigen und deren politischer Entscheidungen. „Pachinko“, ist der Originaltitel des Romans und ein populäres Glücksspiel in Japan, das für Sunjas Familie zentrale Bedeutung erlangt und in Anbetracht der gegebenen Umstände mich dazu brachte, darüber nachzudenken, dass das Leben manchmal einer Lotterie bei der Geburt gleich kommt.

Interessant war es immer wieder über die Rituale, Werte und Gepflogenheiten der Koreaner und Japaner zu lesen, begonnen im Verhältnis von Eltern zu Kindern, Männern zu Frauen, im Miteinander, im Berufsleben wie auch im Alltag. Treue, Respekt und Verantwortung bestimmen die täglichen Verrichtungen und sorgen für ein Leben, bei dem ein Ausweichen aus der Pflicht für den Einzelnen zwar möglich aber schwierig ist. Min Jin Lee zeigt mit ihren Charakteren unterschiedliche Möglichkeiten auf, dem vorgezeichneten Weg zu entgehen. Im Zeitablauf erhält die Geschichte immer mehr Figuren, denen Bedeutung zukommt. Diese Entwicklung ist notwendig, um zusätzliche Aspekte der zentralen Themen zu verdeutlichen. Dennoch empfand ich die Untermauerung der Begründung des Abgangs eines der Protagonisten zum Schluss als schwach. Die Autorin wechselt von Kapitel zu Kapitel von Mitgliedern der Familie zu anderen, zur Orientierung sind die jeweiligen Wechsel mit Ort und Zeitangaben versehen.

„Ein einfaches Leben“ ist ein faszinierendes Buch über das Leben einer koreanischen Familie in Japan im letzten Jahrhundert. Bisher habe ich über die besondere politische Situation und den Auswirkungen auf den Alltag noch nichts gelesen, so dass der Roman, dessen Realitätsbezug zum Inhalt ich nicht in Zweifel ziehe, informativ und aufschlussreich für mich war. Ein lesenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Sonntag, 25. November 2018

[Rezension Ingrid] Die Ziege auf dem Mond von Stefan Beuse und Sophie Greve


Titel: Die Ziege auf dem Mond oder Das Leben im Augenblick
Autor: Stefan Beuse
Illustrationen: Sophie Greve
Erscheinungsdatum: 23.07.2018
rezensierte Buchausgabe: Hardcover
ISBN: 9783446260504
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„Einmal war es schön.“ so fängt das Buch „Die Ziege auf dem Mond“ von Stefan Beuse mit Illustrationen von Sophie Greve an. Die Erzählung beginnt nicht nur märchenhaft, sondern das, was der Ziege passiert, ist es auch.

Sie lebt auf dem Mond, in einer unwirtlichen Landschaft, doch indem sie sich auf ihr eigenes Anliegen besinnt, ist sie mehr als zufrieden. Sie hat genug zu essen, sie beschäftigt sich mit den dortigen Sukkulenten und die ständig neu auf dem Mond landenden Dinge machen sie neugierig. Sie hat alle Zeit der Welt, sich auf Geräusche und Gerüche, auf’s Sehen und Fühlen zu konzentrieren. In ihren Träumen wünscht sie sich an angenehme Orte und denkt an bekannte und unbekannte Dinge, an schöne und hässliche. Doch eines Tages landet etwas Mysteriöses auf der Mondoberfläche, das ihre allgemeine Ordnung durcheinander bringt. Es erfordert den ganzen Mut der Ziege, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

„Die Ziege auf dem Mond“ ist nicht nur ein Kinderbuch zum Vor- und Selberlesen, sondern verzaubert auch Erwachsene. Der Untertitel lautet „oder das Leben im Augenblick“, denn genau das ist es, was das Leben der Ziege ausmacht. Sie ist namenlos und so wird kein Leser von irgendwelchen Attribuierungen gestört, die ein Name hervorbringen würde. Längst hat die Ziege gelernt, mit dem zu leben, was die Umgebung ihr zu bieten hat. Immer wieder landen Dinge auf dem Mond, aber Wünsche zu äußern ist sinnlos, allein die Konzentration auf das Hier und Jetzt gibt ihr Zufriedenheit. Daher bringt das mysteriöse Etwas ihren Alltag und damit sie selbst in Unordnung.

Das Buch lehrt uns, sich auf den Augenblick zu besinnen und ihn jederzeit zu genießen. Die unbegründete Angst raubt die Freude am Moment. Es ist für Groß und Klein bemerkenswert, welche Schlüsse die Ziege durch ihre Erfahrung in Bezug auf diesen Umstand zieht.

Sophie Greve hat den Text von Stefan Beuse, der träumen und glücklich sein lässt, mit wundervollen Bildern versehen. So ist eine poetisch anmutende Geschichte mit vielen Metaphern zur Achtsamkeit entstanden, welche ich allen uneingeschränkt gerne empfehle.

Samstag, 24. November 2018

[Lovelybooks Leserpreis 2018] Das Shortlist-Voting läuft!


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Hallo liebe LeserInnen,

Wahnsinn - der LovelyBooks Leserpreis wird 10 Jahre alt! Inzwischen kann man durchaus von einer Tradition sprechen, wenn die Community im November wieder über ihre Favoriten in den verschiedenen Kategorien abstimmt.

Wir machen beim Leserpreis auch schon zum sechsten Mal mit und möchten Euch wie jedes Jahr vorstellen, welche unserer gelesenen Bücher es in die TOP 35 ihrer Kategorien geschafft haben.

Was ist überhaupt der LovelyBooks Leserpreis?

Der LovelyBooks Leserpreis wird von LovelyBooks.de jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben. Dieses Jahr sind es die 14 schon aus den Vorjahren bekannten sowie die Sonderkategorie "Das Beste aus 10 Jahren".
In der Nominierungsphase kann jeder seine Lieblingsbücher nominieren. Inzwischen läuft die finale Abstimmungsphase, in welcher ihr in jeder Kategorie aus den Top 35 der am häufigsten nominierten Bücher für Eure Favoriten abstimmen könnt.
Also: Ab bis einschließlich zum 27. November könnt ihr für Eure Favoriten abstimmen!

Die Gewinner des lovelybook-Leserpreises in Gold, Silber und Bronze werden am 29. November bekannt gegeben. Wir sind sehr gespannt, wer gewinnen wird und ob es auch unsere Favoriten aufs Treppchen schaffen. Mach doch auch mit und fieber mit uns auf die Sieger!

Welchen Büchern wir unsere Stimme gegeben haben, werden wir nicht verraten. Wer aber in der einen oder anderen Kategorie noch eine Entscheidungshilfe braucht, für den haben wir im folgenden die von uns rezensierten Bücher aufgelistet, die es auf die Shortlist in ihrer Kategorie geschafft haben. Ein Klick auf den Titel führt euch zur jeweiligen Rezension.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern!

Romane

Hanna hat gelesen:
  • Barnett, David M. - Miss Gladys und ihr Astronaut (Rezension) 
  • Brunt, Carol Rifka - Sag den Wölfen, ich bin zu Hause (Rezension)
  • Colombani, Laetitia - Der Zopf (Rezension)
  • Dalcher, Christina - Vox (Rezension)
  • Fallwickl, Mareike - Dunkelgrün fast schwarz (Rezension) 
  • Haig, Matt - Wie man die Zeit anhält (Rezension)
  • Hansen, Dörte - Mittagsstunde (Rezension)
  • Marly, Michelle - Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe (Rezension)
  • Ng, Celeste - Kleine Feuer überall (Rezension)

Ingrid hat gelesen:
  • Colombani, Laetitia - Der Zopf (Rezension)
  • Durst-Benning, Petra - Spätsommerliebe (Mayerhofen-Serie 4) (Rezension)
  • Fallwickl, Mareike - Dunkelgrün fast schwarz (Rezension)
  • Ferrante, Elena - Die Geschichte des verlorenen Kindes (Rezension) 
  • George, Nina - Die Schönheit der Nacht (Rezension) 
  • Ng,Celeste - Kleine Feuer überall (Rezension)
  • Teresa Simon - Die Oleanderfrauen (Rezension)
  • Robert Dinsdale - Die kleinen Wunder von Mayfair (Rezension folgt)
  • Kate Morton - Die Tochtes des Uhrmachers (Rezension folgt)

Krimis und Thriller

Hanna hat gelesen:
  • Fölck, Romy - Bluthaus (Rezension)  
  • Fölck, Romy - Totenweg (Rezension
  • Poznanski, Ursula und Strobel, Arno - Invisible (Rezension)  
  • Strobel, Arno - Im Kopf des Mörders. Kalte Angst (Rezension)
  • Tudor, C.J. - Der Kreidemann (Rezension)  
  • Ware, Ruth - Woman in Cabin 10 (Rezension) 

Ingrid hat gelesen: 
  • Ware, Ruth - Woman in Cabin 10 (Rezension) 
Fantasy & Science Fiction 

Hanna hat gelesen:
  • Aaronovitch, Ben - Geister auf der Metropolitan Line (Rezension) 
  • Bardugo, Leigh - Das Gold der Krähen (Rezension) 
  • Bardugo, Leigh - Die Sprache der Dornen (Rezension folgt)
  • Meyer, Kai - Die Krone der Sterne. Hexenmacht (Rezension
  • Riggs, Ransom - Die Legenden der besonderen Kinder (Rezension)
  • Schwab, V.E. - Die Beschwörung des Lichts (Rezension
  • Schwab, V.E. - Die Verzauberung der Schatten (Rezension)

Ingrid hat gelesen: 


Jugendbücher

Hanna hat gelesen:
  • Adeyemi, Tomi - Children of Blood and Bone: Goldener Zorn (Rezension)
  • Maas, Sarah J. - Throne of Glass: Die Sturmbezwingerin (Rezension) 
  • Maas, Sarah J. - Throne of Glass: Der verwundete Krieger (Rezension)
  • Meyer, Kai - Der Pakt der Bücher (Rezension

Ingrid hat gelesen:
  • Shusterman, Neal - Scythe: Der Zorn der Gerechten (Rezension)

Kinderbücher

Hanna hat in dieser Kategorie keine Bücher gelesen. 

Ingrid hat gelesen:
  • Stefan Beuse, Sophie Greve - Die Ziege auf dem Mond oder Das Leben im Augenblick (Rezension folgt)

Liebesromane

Hanna hat gelesen:
  • Herzog, Katharina - Zwischen dir und mir das Meer (Rezension)
  • Hülsmann, Petra - Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (Rezension)
  • Moyes, Jojo - Mein Herz in zwei Welten (Rezension) 

Ingrid hat in dieser Kategorie kein nominiertes Buch gelesen.

Historische Romane

Hanna hat gelesen:
  • Correa, Armando Lucas - Das Erbe der Rosenthals (Rezension)
  • Riebe, Brigitte - Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus (Rezension)

Ingrid hat gelesen:
  • Borrmann, Mechtild - Grenzgänger (Rezension)
  • Durst-Benning, Petra - Die Fotografin: Am Anfang des Weges (Rezension)

Sachbuch & Ratgeber

Hanna hat gelesen:
  • Westover, Tara - Befreit: Wie Bildung mir die Welt erschloss (Rezension)  
Ingrid hat gelesen:

  • Westover, Tara - Befreit: Wie Bildung mir die Welt erschloss (Rezension folgt)


Bester Buchtitel

Hanna hat gelesen: 
  • Adeyemi, Tomi - Children of Blood and Bone: Goldener Zorn (Rezension)
  • Bardugo, Leigh - Das Gold der Krähen (Rezension)
  • Fallwickl, Mareike - Dunkelgrün fast schwarz (Rezension) 
  • Haig, Matt - Wie man die Zeit anhält (Rezension)  
  • Hülsmann, Petra - Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (Rezension)
  • Moyes, Jojo - Mein Herz in zwei Welten (Rezension) 

Ingrid hat gelesen: 
  • Fallwickl, Mareike - Dunkelgrün fast schwarz (Rezension)

Bestes Buchcover

Hanna hat gelesen:
  • Adeyemi, Tomi - Children of Blood and Bone: Goldener Zorn (Rezension)
  • Bardugo, Leigh - Das Gold der Krähen (Rezension)

Ingrid hat gelesen:

  • Robert Dinsdale - Die kleinen Wunder von Mayfair (Rezension folgt)


Das Beste aus 10 Jahren

... hier haben wir sooo viele Bücher gelesen, auch aus unserer Zeit vor dem Bloggen, dass ihr Euch am Besten selbst durch die lange, lange Liste der bisherigen Gewinner stöbert. ;-)

Erotische Romane; Humor; Bestes Hörbuch; Bestes E-Book Only

In diesen Kategorien haben wir kein nominiertes Buch gelesen.

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