Montag, 16. Oktober 2017

[Rezension Hanna] Das Lied der Krähen - Leigh Bardugo


Das Lied der Krähen
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzerin: Michelle Gyo
Paperback: 592 Seiten
Erschienen am 2. Oktober 2017
Verlag: Knaur HC

Inhalt
Der fünfte Hafen von Ketterdam befindet sich in der Hand der Dregs, die dort das Vorrecht haben, die Besucher auf verschiedene Weise um ihr Geld zu erleichtern. Ihr Anführer Kaz erhält eines Tages einen höchst lukrativen, aber beinahe aussichtslosen Auftrag: Er soll einen Gefangenen aus einem der am besten bewachten Gefängnisse befreien, dem Eistribunal in Fjerda. Dazu stellt er eine Gruppe höchst verschiedener Außenseiter zusammen, jeder ein Experte auf seinem Gebiet. Wird der unmöglich scheinende Clou gelingen?

Meinung
Die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo zählt zu meinen liebsten Fantasy-Reihen. Deshalb war das neue Buch der Autorin ein Must Read für mich, insbesondere, weil es in der gleichen Welt wie die anderen Bücher spielt. Vorwissen benötigt man aber nicht, denn es spielt zu einer anderen Zeit in einer anderen Ecke der Welt. Gleich im Prolog wird man Zeuge einer gefährlichen Entdeckung: Es werden Experimente mit Grischa, also magiebegabten Personen, gemacht - mit erschreckendem Ergebnis.

Bald soll man als Leser mehr darüber erfahren, doch erst einmal lernt man Kaz und Inej kennen, die beide zu den Dregs gehören. Als sich eine andere Bande mit ihnen anlegt, erhält man eine Kostprobe ihrer Begabungen: Kaz verfügt über ein großes Netzwerk in der ganzen Stadt, er ist ein Menschenkenner, Planer und Dieb. Inej ist als „Phantom“ bekannt, weil sie sich ungehört anschleichen und verblüffend gut klettern kann. Ein hochspannender Moment jagt den nächsten, sodass die Geschichte schnell eine Sogwirkung ausübt.

Nachdem Kaz den Auftrag angenommen hat, ins Eistribunal einzubrechen, beginnt er damit, seine Mannschaft zusammenzustellen. Er hat sehr genaue Vorstellungen davon, wen er braucht, um die Mission zum Erfolg zu führen. Nacheinander lernt man die fünf Charaktere, die ihn begleiten sollen, besser kennen. Diese könnten nicht unterschiedlicher sein. Neben Kaz und Inej gibt es einen Scharfschützen mit Spielschulden, eine zum Kampf ausgebildete Grischa, die Menschen hilft statt sie zu töten, einen Gefangenen, der eine offene Rechnung begleichen will und den abtrünnigen Sohn einer mächtigen Familie. Während der Vorbereitungen in Ketterdam gibt es viele Rückblicke, in denen man die Charaktere besser verstehen lernt. Man erfährt, wie sie zueinander stehen und warum sie sich überhaupt auf so ein Wagnis einlassen, wie diese Mission es ist.

Als die Gefährten aufbrechen, werden die Rückblicke weniger und der Fokus verlagert sich auf die Umsetzung des Plans rund um das Eistribunal. Als Leser erhält man einen groben Überblick in Bezug auf die geplanten Schritte, sodass man einschätzen kann, was gerade gut und läuft und was nicht. Weil die Perspektive immer zwischen den sechs Charakteren wechselt erhält man Einblicke, wie jeder einzelne mit der gefährlichen Gesamtsituation umgeht. Gleichzeitig ist nicht alles, wie es scheint: Einige Personen haben ihren eigenen Kopf und die Autorin spielt gelungen mit den Perspektiven, sodass man als Leser viele überraschende Wendungen erlebt, die man nicht immer kommen sieht. Die Spannung ist bis zum Schluss da und das offene Ende lässt mich schon jetzt sehnsüchtig auf die Fortsetzung „Das Gold der Krähen“ warten, die im Frühjahr 2018 erscheint.

Fazit
In „Das Lied der Krähen“ treten sechs ganz verschiedene, talentierte Charaktere eine Mission an, die unmöglich und lebensgefährlich scheint. Haben sie trotzdem eine Chance? Man lernt zunächst jeden von ihnen besser kennen, bevor es dann immer stärker um die Umsetzung des Plans geht. Beide Phasen haben mir richtig gut gefallen. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und für mich ein echtes Fantasy-Highlight. Ich kann es deshalb nur absolut weiterempfehlen!



Mittwoch, 11. Oktober 2017

[Rezension Hanna] Blaupause - Theresia Enzensberger


Blaupause
Autorin: Theresia Enzensberger
Hardcover: 256 Seiten
Erschienen am 12. Juli 2017
Verlag: Hanser

Inhalt
Weimar im Jahr 1921: Luise Schilling ist die Tochter einer großbürgerlichen Familie aus Berlin, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Architektin zu werden. Mit Mühe hat sie ihre Eltern überzeugt, sie am Bauhaus studieren zu lassen. Dort muss sie feststellen, dass ihre Ambitionen von einigen Männern belächelt werden. Um dem geheimnisvollen Jakob näher zu kommen, in den sie sich verliebt hat, schließt sie sich der Gruppe rund um den einflussreichen Johannes Itten an, die Anhänger des Mazdaznan, einer religiösen Lehre, sind. Wie wird sich Luise am Bauhaus schlagen?

Meinung
Ich war vor einiger Zeit in Weimar und habe mich dort mit dem Bauhaus auseinandergesetzt. Deshalb war meine Neugier schnell geweckt, als ich las, dass dieses Buch den Leser mit in die 1920er Jahre nach Weimar nimmt und an der Seite einer Studentin das Bauhaus erkunden lässt. Das Cover zeigt ein nachkoloriertes Bauhaus-Foto, auf dem die Studenten unbeschwert in die Kamera schauen. So muss sich auch die fiktive Protagonistin Luise gefühlt haben, als sie endlich ihrer traditionell denkenden Familie entkommen ist und in Weimar den Vorkurs beginnt.

Luise hat das Ziel, Architektin zu werden, doch bald lenken andere Dinge sie von ihren Bemühungen ab. Als sie sich verliebt, schließt sie sich den berüchtigten „Kuttenträgern“ rund um Johannes Itten an. Dieser hat zwar keine allzu hohe Meinung von ihren Fähigkeiten und auf die Rituale rund um das praktizierte Mazdaznan hat sie wenig Lust, doch so kann sie Jakob nahe sein. Letzterer zeigt Interesse, lässt sie jedoch zappeln.

Luise wirkte auf mich oft wie eine Mitläuferin, die in ihrem Wunsch, dazuzugehören, beinahe sich selbst verleugnet. Doch im entscheidenden Moment findet sie dann doch wieder zu sich selbst zurück. Sie rebelliert nie energisch, sondern sucht sich still ihren Weg, zum Beispiel indem sie in einer Werkstatt arbeitet, für die sie nicht vorgesehen ist, die Pläne ihres Bruders für sie kommentarlos ignoriert und mit dem Direktor Walter Gropius über ihre Ideen spricht. Doch nicht alles führt zum Erfolg, ihre Entscheidungen ziehen auch Entbehrungen und Enttäuschungen nach sich.

Während der Zeit in Weimar, in Dessau und auch bei Ausflügen nach Berlin erlebt man als Leser die verschiedensten Facetten der Weimarer Republik. Luise begegnet überzeugten Kommunisten, einem Studenten aus Palästina, Sympathisanten des nationalistischen Gedankenguts und gänzlich Unpolitischen und erlebt eine Welt zwischen Großbürgertum und Armut, Emanzipation und Diskriminierung, Tradition und Aufbruch, Fleiß und Exzess.

Der Autorin vermittelte mir ein umfassendes Bild der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Ich hatte aber teils den Eindruck, dass sie den Anspruch verfolgt, auf den 250 Seiten alles möglichst vollumfänglich darzustellen. Ich hätte mir stattdessen noch mehr Einblicke ins Bauhaus wie ausführlichere Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten wie Klee oder Kandinsky gewünscht. Mit dem titelgebenden Abschluss von Luises Bauhaus-Zeit konnte die Autorin mich auf den letzten Seiten überraschen. Anhand einiger Dokumente erfährt man schließlich in aller Kürze, wie es Luise in den Jahrzehnten danach ergangen ist.

Fazit
In „Blaupause“ erlebt der Leser an der Seite der fiktiven Luise die Bauhaus-Zeit in Weimar und Dessau. Sie trifft auf so manche historische Persönlichkeit und ihr Wunsch nach Zugehörigkeit und Unterhaltung ist oft größer als ihr Wille zum Erfolg in einer Umgebung, die so manche Vorurteile gegen Frauen hat. Man erfährt viel über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Ich hätte mir aber noch tiefere Einblicke in das Arbeiten am Bauhaus gewünscht. Das Buch bietet eine interessante Perspektive auf die Zeit der Weimarer Republik, für die ich sehr gute vier Sterne vergebe.


Dienstag, 10. Oktober 2017

[Rezension Ingrid] Wir Strebermigranten von Emilia Smechowski


Titel: Wir Strebermigranten
Autorin: Emilia Smechowski
Erscheinungsdatum: 24.07.2017
Verlag: Hanser Berlin (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag

Im Buch „Wir Strebermigranten“ erzählt die Autorin Emilia Smechowski die Geschichte der Flucht ihrer polnischen Eltern im Jahr 1988, die sie selbst als Fünfjährige miterlebt hat. Die 1980er-Jahre waren eine Zeit des Aufbruchs in Polen mit dem Bestreben die Wirtschaftslage zu stabilisieren und sich von der Politik des Ostblocks zu lösen. Emilias Eltern fühlten sich unfrei, ausreisen durfte man nur mit Reisepass, der dem Vater verwehrt wurde. Heute fühlt sich die Autorin von den Flüchtenden aus Syrien, dem Sudan oder Irak in besonderer Weise berührt. Auch sie ist eine Geflüchtete und dennoch sind die Umstände gänzlich andere

In ihrer Geschichte beschäftigt sie sich vor allem damit, wieso heute die Flüchtlinge so starke Emotionen im Aufnahmeland hervorrufen und warum es so schwierig ist, die Angekommenen zu integrieren. Denn vor allem in den 1980ern ist etwa eine Million Polen nach Deutschland eingewandert, die aber seltsamerweise wenig aufgefallen ist. Das lag zum einen daran, dass viele von ihnen aufgrund der Vergangenheit mindestens eines Familienmitglieds das Anrecht hatten, als Deutsche zu gelten, so wie es auch bei der Familie von Emilia Smechowski der Fall war. Andererseits bemühten sich die eingereisten Polen um Assimilation mit ihrer Umgebung. Auch die Eltern der Autorin waren darum bemüht, von Beginn an wie Deutsche zu leben, also nicht nur die Sprache zu lernen sondern sich auch mit der Kultur der Deutschen auseinanderzusetzen.

Bei uns im Westen Deutschlands leben viele Griechen, Portugiesen und Türken, die vor allem in den 1960er als Gastarbeiter eingereist sind. Sowohl Griechen als auch Portugiesen haben eigene Versammlungsheime, eigene Kirchengemeinden und eigene Volkstanzgruppen die bei Festivitäten gern gesehen sind. Ursprünglich aus Polen stammende Bekannte habe ich auch genügend, muss aber länger darüber nachdenken, wer zu dieser, immerhin zweitgrößten Migrationsgruppe Deutschlands gehört, denn meist erkennt man im Gespräch noch nicht einmal einen Akzent, entsprechend der Bezeichnung der Autorin erscheint mir der Begriff „Strebermigranten“ zu passen. Auffällig ist höchstens der Vorname, wenn gerade Zwanzigjährige mit Hans oder Erika angesprochen werden. Sobald diese Gedanken da waren, habe ich fasziniert die Schilderungen der Autorin gelesen und dieses Stück Geschichte einmal aus einer ganz anderen Sicht gesehen.

Ihr Buch erzählt aber nicht nur von der Flucht und dem Ankommen der Familie, sondern auch von ihrer ganz eigenen Loslösung aus dem Familienverbund und dem langsamen Vortasten in beruflicher Hinsicht auf für sie ungewohntem Terrain ohne der Hilfe der Eltern, die ihren Vorstellungen entgegen standen. Gerade der Weg ihrer Selbstverwirklichung hat bei ihr jedoch den Wunsch freigesetzt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und auszusöhnen.

„Wir Strebermigranten“ ist die Geschichte vieler Polen und eine ganz persönliche der Autorin, ein Reisebericht, ein Familienroman und eine kulturelle Auseinandersetzung. Emilia Smechowski beobachtet scharf. Sie lenkt den Blick auf die aktuelle Flüchtlingslage und wirft Fragen nach der Möglichkeit einer besseren Integration auf.  Das Buch bringt einen Abschnitt der Flüchtlingspolitik Deutschlands ans Licht, der bisher eher verborgen liegt. Die Aussagen des Buchs sind eine Beschäftigung mit ihnen wert und daher vergebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Montag, 9. Oktober 2017

[Rezension Hanna] Moabit von Volker Kutscher, illustriert von Kat Menschik


Moabit
Autor: Volker Kutscher
Illuistriert von Kat Menschik
Hardcover mit Leineneinband: 88 Seiten
Erschienen am 5. Oktober 2017
Verlag: Galiani Berlin

Inhalt
Adolf Winkler, Vereinsorsitzender des berüchtigten Ringvereins Berolina und meist nur „Der Schänker“ genannt, steht kurz vor der Entlassung aus dem Berliner Gefängnis Moabit. Doch dann versucht ein kürzlich Inhaftierter, ihn zu ermorden. In letzter Sekunde kann Oberaufseher Ritter mit seinem Schlagstock dazwischen gehen. Doch der Angreifer verliert dabei das Bewusstsein. Was ist sein Motiv für den Angriff? Und was hat Ritters Tochter Charlotte in dieser Angelegenheit mitbekommen?

Meinung
Auf das Buch bin ich bei einem Workshop des Verlags zum Thema Herstellung aufmerksam geworden. Der Bericht über die sorgfältige ausgewählte Buchausstattung und die in Sonderfarben gedruckten Illustrationen von Kat Menschik haben mich neugierig gemacht. Und vom Autor Volker Kutscher wollte ich schon lange etwas lesen. Dieses Buch ist ein Prequel zu seiner Gereon-Rath-Reihe.

Schon von außen ist das Buch mit seinem hochwertigen Leineneinband, dem in orange eingestanztem Titel und dem ebenfalls orangen Schnitt ein echter Hingucker. Wer das Mädchen auf dem Cover ist, wird im Laufe der Geschichte aufgeklärt – Leser der Gereon-Rath-Reihe kennen sie schon als große Liebe des Kommissars. Im Buchinnern kann man von der ersten Seite an die großartigen Illustrationen von Kat Menschik bewundern, die durch die ausgewählten Sonderfarben – jeweils ein Organe-, Blau- und Braunton – zu beeindrucken wissen.

Volker Kutschers Geschichte umfasst drei Teile, die jeweils aus einer anderen Perspektive geschildert sind. Zuerst kommt der Berufsverbrecher Adolf Winkler zu Wort, dann Oberaufseher Ritter und schließlich seine Tochter Charlotte. Allen Abschnitten ist eine Illustration des Charakters vorangestellt, durch welche ich mir die Handelnden sehr gut bildlich vorstellen konnte. Auch innerhalb der Abschnitte gibt es kaum eine Seite ohne Illustration. Mal klein, mal seitenfüllend hält Kat Menschik einzelne Momente der Geschichte fest und illustriert auch Alltagsgegenstände aus der Zeit der 20er Jahre in Berlin, die zur jeweiligen Situation passen.

Der Kern der Geschichte ist in allen drei Abschnitten der Angriff des Unbekannten auf Adolf Winkler. Bei allen drei Charakteren löst dieser etwas aus. Winkler kommt gerade so mit  dem Leben davon und fragt sich, wer ihn tot sehen will, während er seine Rückkehr ins Geschäft vorbereitet. Oberaufseher Ritter hadert derweil mit dem Gedanken, den Angreifer vielleicht tödlich verletzt zu haben. Seine bedrückte Stimmung bemerkt auch seine Tochter Charlotte, die ihm etwas verheimlicht. Doch eine Beobachtung, die sie gemacht hat, könnte ihr Geständnis nötig machen.

Während die ersten beiden Abschnitte mit einem Cliffhanger im selben Moment enden erfährt man erst ganz am Schluss, was danach passiert ist. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Schade fand ich aber, dass dieses Buch keine Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den geschilderten Fall liefert. Ich kenne die Gereon-Rath-Reihe nicht, zu der die Geschichte das Prequel ist, weshalb ich nicht sagen kann, ob die Antworten hier warten. Meine Neugier ist geweckt, ich hätte mir aber für dieses Buch einen Fall mit Auflösung gewünscht.

Fazit
In „Moabit“ kommt es im titelgebenden Gefängnis zu einem beinahe tödlichen Angriff auf einen einflussreichen Berufsverbrecher, was Einfluss auf verschiedene Personen hat. Wegen der fehlenden Auflösung denke ich, dass die Geschichte für Fans der Gereon-Rath-Reihe noch interessanter ist als für Neueinsteiger. Ich zähle zur letzten Kategorie und bin nun neugierig, ob die Reihe die Antworten liefert. Das Buch ist auf jeden Fall ein echtes Schmuckstück aufgrund der tollen Ausstattung und der atmosphärischen Illustrationen von Kat Menschik. Auch nach dem Lesen blättert man als Buchliebhaber immer wieder gern darin.


Sonntag, 8. Oktober 2017

[Rezension Ingrid] Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis


Titel: Im Herzen der Gewalt
Autor: Édouard Louis
Übersetzer: Hinrich Schmidt-Henkel
Erscheinungsdatum: 24.08.2017
Verlag: S. Fischer Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag

„Im Herzen der Gewalt“ ist das zweite Buch des 24-jährigen Franzosen Édouard Louis. Der Roman ist autobiographisch. Im Rückblick schildert der Autor die zufällige Begegnung mit einem jungen Mann, den er am Heiligabend auf der Straße trifft und der sich ihm als Reda vorstellt. Die folgenden Stunden der Nacht enden für Édouard mit einer Morddrohung durch seine Zufallsbekanntschaft. Bereits das Cover des Buchs vermittelte mir die Ausgangslage einer grauen, düsteren Umgebung die dazu führt, dass der Autor den jungen Mann mit zu sich nach Hause nimmt.  

Der Geschichte beginnt im Waschsalon. Édouard befindet sich dort, unweit seiner Wohnung, um seine Bettwäsche zu waschen. Es ist überraschenderweise der 1. Weihnachtstag, wenige Stunden nachdem Reda ihm angedroht hat, ihn zu töten. Sein Bedürfnis nach Reinheit nimmt extreme Züge an. Zuhause säubert und desinfiziert er alle Flächen und duscht mehrmals. Doch seine Erinnerungen an das Erlebte kann er nicht so ohne weiteres wegwischen. Gleich auf den ersten Seiten lässt er den Leser ahnen, wie aufgewühlt er von den Ereignissen ist. Seine Schilderung ist ein Aufschrei, ein „ich möchte das nicht erlebt haben“ und doch kann er die Vergangenheit nicht ändern.

Schließlich sucht er fast ein Jahr später Zuflucht bei seiner Schwester in Nordfrankreich, dort, wo auch seine Heimat ist. Während seines Aufenthalts lauscht er aus einem Versteck dem Gespräch seiner Schwester mit ihrem Mann. Sie schildert ihm das, was sie inzwischen von Édouards über die Nacht mit Reda erfahren hat. Aus dieser Distanz heraus reflektiert Édouard die Geschichte für sich und ergänzt das Gespräch für den Leser durch seine Gedanken. Hat der Beginn des Romans sich lediglich auf vage Andeutungen beschränkt, so erfuhr ich nun bruchstückhaft, aber in allen Einzelheiten, was sich in den wenigen Stunden des Zusammenseins mit Reda ereignet hat.

Édouard ist verstört und hat ein großes Bedürfnis zu reden. Er will nicht allein sein mit seiner Geschichte, doch die Geschehnisse verlassen ihn nicht gemeinsam mit seinen Worten sondern bleiben bei ihm. Auch Tränen fließen, jedoch ohne die Erinnerungen mitzunehmen. Seine Freunde raten ihm zu einer Anzeige bei der Polizei. Jeder mit dem er spricht bedauert ihn, jedoch mit dem Unverständnis über die Tatsache, dass Édouard einem Unbekannten so schnell vertraut hat. Für ihn muss es einen Grund geben, warum Reda so gehandelt hat, vielleicht handeln musste. Er sucht dessen Tat zu rechtfertigen. Im Vordergrund steht dabei Redas Status als Immigrant und Kind eines kabylischen Flüchtlings von der er in dieser einen Nacht erzählt hat. Der Autor hat selber in seiner Kindheit und Jugend mit schwierigen Familienverhältnissen gekämpft, bevor er sich aus den engen Ansichten der Dorfbewohner seines damaligen Wohnorts befreien konnte. Letztlich kann er durch seine Argumentation nicht wirklich überzeugen, auch sich selber nicht, denn er selbst hat gezeigt, dass man seine Ziele aus einer ungünstigen Ausgangslage heraus dennoch erreichen kann. Seine ungewollte Opferrolle versucht er abzustreifen, doch eine von ihm gewünschte Mitschuld findet er nicht für sich. Was bleibt ist die ständig wiederkehrende Angst, das alles könnte wieder passieren.

Als Leser habe ich die Verzweiflung von Édouard gespürt, der vergeblich versucht, das Geschehene zu vergessen. Er erzählt intensiv und eindringlich, in hellster Erregung, später auch erschöpft durch seine widerstreitenden Gefühle und sein Gedankenkarussell. Gerade das, was der Autor erlebt hat, kann auch denen von uns passieren, die ihren Empfindungen unbesonnen und spontan nachgeben. Dadurch sind die Schilderungen so beunruhigend in unserer heutigen Zeit zunehmender Gewaltbereitschaft. Der Roman berührt und bleibt im Gedächtnis. Darum eine Leseempfehlung von mir.

Samstag, 7. Oktober 2017

[Rezension Hanna] Preiselbeertage - Stina Luna


Preiselbeertage
Autorin: Stina Lund
Paperback: 336 Seiten
Erschienen am 22. September 2017
Verlag: Rowohlt Polaris

Inhalt
Ariane hat vor Jahren Schweden, das Land ihrer Kindheit, verlassen. Seither lebt und arbeitet sie in Leipzig. Doch dann drängt ihr nicht allzu fester Freund sie, mit ihm zusammenzuziehen. Kurz darauf erhält sie die Nachricht von Tod ihres Vaters Jörg. Ariane beschließt, in ihre Heimat zurückzukehren und dort einen Neuanfang zu wagen. Eine Heimat, in der er ihre Schwester Jolante fremd scheint und ihre Mutter Ina Geheimnisse hütet. Warum verleugnet Ina die Existenz eines Manuskripts, deren Rechte Jörg an Ariane und Jolante vererbt hat? Als Ariane Nachforschungen anstellt, entdeckt sie Ungereimtheiten und drängt auf die Wahrheit. Doch sind die Beteiligten bereit, sich ihr zu stellen?

Meinung
Das Cover des Buches finde ich mit der rosa-weißen Grundierung und den Preiselbeeren als hervorstechendes Element schlicht, aber schick. Die Buchbeschreibung machte mir schnell Lust auf die Lektüre, denn ich war letztes Jahr zum ersten Mal in Schweden und freute mich, literarisch erneut in das Land einzutauchen. Zu Beginn des Buches ist Ariane in Leipzig, doch der Tod ihres Vaters und der Druck, den ihr mehr-oder-weniger-Freund auf sie ausübt, lassen sie einen Neuanfang in Schweden wagen. Diese Entscheidung trifft sie relativ spontan. Ob sie sich als die richtige herausstellen wird?

Ariane als Protagonistin ist der Typ, der eher intuitiv reagiert als Pläne schmiedet. Als sie in Schweden  auf erste Geheimnisse stößt, was das Manuskript ihres Vaters angeht, beschließt sie, mehr in Erfahrung zu bringen. Auch wenn ihre Absichten aufrichtig sind lässt sie sich zu Schritten hinreißen, die bei mir auf Unverständnis trafen. Fingerspitzengefühl sieht anders aus. Doch ihre Beharrlichkeit ist es, die sie der Wahrheit schließlich näher bringt.

Während Ina in die Defensive geht, näher sich Ariane mit der Zeit ihrer Schwester Jolante an. Die beiden verbringen mehr Zeit miteinander und entdecken sich als Schwestern neu, was ich sehr schön fand. Auch mit dem Wildhüter Viggo, der den örtlichen Elchpark leitet, verbringt Ariane zunehmend Zeit und fühlt sich zu ihm hingezogen. Ich persönlich habe mich gefreut, dass die beiden einen Ausflug in das Zuckerstangenstädtchen Gränna machen, das ich auch schon besucht habe. Doch ist Ariane nach dem ruhmlosen Ende ihrer letzten Beziehung, in der die Gefühle nicht stimmten, bereit, sich auf etwas Neues einzulassen?

Parallel zu dem Handlungsverlauf in der Gegenwart gibt es immer wieder Rückblenden in die 80er Jahre. Hier lebt Ina mit der kleinen Ariane im Haus ihrer Eltern in der DDR. Ina wird schließlich die Ehre zuteil, mit ihrem Chor nach Schweden zu reisen. Von Beginn an merkt man als Leser, dass es einiges gibt, das Ariane nicht weiß. Aber warum hat man ihr das nicht erzählt? Man erfährt nach und nach immer mehr über Inas Vergangenheit und die damit verbundenen Geheimnisse. Diese Zeilen waren recht bedrückend und gleichzeitig plausibel und halfen mir als Leserin, Inas Agieren in der Gegenwart zu verstehen. 

Arianes Leben in Schweden hält immer wieder schöne Momente für sie bereit, doch die Beziehung zu ihrer Mutter leidet durch ihr Nachbohren zunehmend. Schließlich müssen sich die Charaktere der Wahrheit stellen und entscheiden, was sie daraus machen. Hier findet die Autorin genau die richtigen Worte für die schwierige Lage der Beteiligten und führt das Buch zu einem wie ich finde gelungenen Abschluss.

Fazit
In „Preiselbeertage“ kehrt Ariane nach Schweden, das Land ihrer Kindheit, zurück, um dort neu anzufangen. Als sie bemerkt, dass ihre Mutter ihr etwas verschweigt, beginnt sie, nachzubohren. Das Thema Familie steht in diesem Roman im Mittelpunkt, Beziehungen zueinander wollen neu entdeckt werden und bedrückende Geheimnisse warten auf ihre Lüftung. Ich empfehle das Buch klar an alle weiter, die Familiengeschichten mögen!


Mittwoch, 4. Oktober 2017

[Blogtour] Das Haus der Granatäpfel von Lydia Conradi - Das historische Smyrna und das heutige Izmir






Hallo liebe Leser,

diese Woche ist „Das Haus der Granatäpfel“ von Lydia Conradi erschienen, ein historischer Roman, der in den 1910er Jahren hauptsächlich in und rund um Smyrna, dem heutigen Izmir, spielt.

Unsere Rezensionen zum Buch: Ingrids Rezension (LINK) und Hannas Rezension (LINK)

Im Rahmen der Blogtour zum Buch gab es am Montag schon eine Buchvorstellung auf fantasie-und-traeumerei.blogspot.de und gestern ein Interview mit der Autorin auf buchstabenmagie.blogspot.de

Heute möchten wir Euch den zentralen Handlungsort der Geschichte näher vorstellen.

Das historische Smyrna

Einen ersten Blick erhält der Leser auf Smyrna im Jahr 1894. Der neunjährige, armenische Sevan wird von seinem Onkel Bredos, einem Händler, zum ersten Mal mit in die Stadt an der Ägäisküste genommen. Schon auf dem Weg dorthin gerät Bredos ins Schwärmen:

„Bedeutende Männer, die in London, Paris, und Sankt Petersburg wohnen, wenn du die fragst, wo das Herz der Welt schlägt, was sagen sie dir? Smyrna, Smyrna! Schönes Frauenauge Anatoliens, langer Arm Europas, schillernde Perle der Levante.“ (S.19)

Sevan kann diese Schönheit erst nicht erkennen, bis ihm Ferdinand Reinecke, ein Handelspartner seines Onkels, eine Brille auf die Nase drückt. Zum ersten Mal sieht Sevan scharf – und dann gleich Smyrna. Für ihn ein überwältigender Moment:

„Sevan konnte den Blick nicht vom Ende der Bucht wenden, von dem Viertel, das Cordelio hieß und von dessen Farben er seiner Mutter erzählen wollte. Er sah Boote mit leuchtenden Segeln, die vor der Kaimauer tanzten, verfilzte, von Muscheln überwucherte Fischernetze im Sand und blau-weiß gestreifte Kabinen, aus denen Menschen in Badekleidung ins Wasser tapsten.“ (S. 23f.)

Einige Jahre später kommt auch Reineckes Tochter Klara zum ersten Mal nach Smyrna. Sie hat Berlin hinter sich gelassen, um hier Peter, den Sohn eines Warenhausbesitzers, zu heiraten. Bei der Einfahrt in den Hafen ist Peters Bruder Nimrod an ihrer Seite, den sie auf der Reise zufällig getroffen hat, und erklärt ihr die Küstenpromenade:

„Hier stehen wir also am Pier von Pasaport, wo sich Smyrnas Zollstationen, die britische ebenso wie die türkische, befinden. […] Das höchste Gebäude ist das Grandhotel Kraemer Palace, wo der Hochzeitsempfang ausgerichtet wird, daneben steht das Théâtre de Smyrne, es folgt der Sporting Club, das Herz des gesellschaftlichen Lebens, und ein Stück weiter unser brandneues Lichtspielhaus Seite an Seite mit dem französischen Konsulat.“ (S 104)

Der Blick auf Smyna muss damals wirklich beeindruckend gewesen sein!

zur Verfügung gestellt von Lydia Conradi


zur Verfügung gestellt von Lydia Conradi
 
Auch gesellschaftlich hatte das historische Smyrna einiges zu bieten. Verschiedenste Völker lebten hier mal mehr, mal weniger friedlich zusammen. Den größten Teil der Bevölkerung machten Griechen und Muslime aus. Lange gab es einen Konflikt um die Frage, zu welchem Land die Stadt gehört, über den ihr im Buch mehr erfahrt.

Eine Minderheit bildeten sowohl die Levantiner, zu denen Peters Familie zählt, als auch die Armenier, zu denen im Buch Sevan gehört. Erstere waren oft wohlhabende Familien, deren Vorfahren zum Handeln nach Smyrna gekommen sind. Letztere hatten einen schweren Stand, sie wurden immer wieder das Opfer von Diskriminierung und schließlich aus weitaus Schlimmerem. Auch in dieses bedrückende Kapitel gibt das Buch einen Einblick.

Smyrna war also eine Stadt, in der in den 1910er Jahren verschiedene Völker und damit auch verschiedene Religionen lebten. Die für den Handel günstige Lage zog viele Menschen an und so gab es gesellschaftlich, kulturell und auch architektonisch so einiges zu entdecken.

Und wie ist das heute?

Das heutige Izmir

Heute deutet bereit der türkische Namen der Stadt „Izmir“ darauf hin, welchem Staat sie sich befindet. „Schönes Izmir“ wird sie bis heute genannt. Sie ist in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts stark gewachsen und nunmehr mit inzwischen über 4 Millionen Einwohner die drittgrößte Stadt der Türkei.


©Lydia Conradi

Nach Istanbul besitzt Izmir den zweitgrößten Hafen des Landes. Vier Universitäten und eine Technische Hochschule befinden sich auf Stadtgebiet. Es bestehen Städtepartnerschaften in der ganzen Welt beispielsweise mit Bremen. Izmir breitet sich entlang der Rundung der Bucht in der türkischen Ägäis aus, das Häusermeer steigt sanft zu den Hügeln im Hinterland hinauf. Im Sommer laden traumhafte Strände zum Baden ein.
©Lydia Conradi

Etwa die Hälfte der Stadt fiel 1922 einem Brand zum Opfer, nahezu unverschont blieb das türkische Viertel in der Oberstadt. Das europäische Flair des alten Smyrnas, das sich an Frankreich und Italien orientierte, ist noch an allen Ecken zu finden. Touristen finden heute eine modern ausgerichtete, weltoffene, junge, aber lärmige Großstadt vor. Auf den Trümmern des früheren griechischen Viertels wurde der etwa 40 ha große Kulturpark erbaut. Ein Freilufttheater, Sportplätze und Messehallen sind auf dem Gelände zu finden. In den Außenbezirken kann der Interessierte große Villen besichtigen, wohingegen die Altstadt erahnen lässt, wie man sich das Leben von vor etwa hundert Jahren vorstellen kann. Hier finden sich einstöckige Häuser mit Klappläden, in deren Erdgeschoss kleine Geschäfte eingerichtet sind und in den engen Gassen verschachtelte Basare. 


Mosque & Market ©Lydia Conradi
Old Street ©Lydia Conradi


Stair with Shop ©Lydia Conradi
Sehenswert ist vor allem der Saat Kulesi (Uhrturm) auf dem zentralen Konakplatz, der von einem levantinischen Architekten entworfen wurde. Auf diesem zentral gelegenen Platz wurde der Uhrturm bereits 1901 im osmanischen Stil erbaut. Erwähnenswert ist vor allem, dass Kaiser Wilhelm II. die Turmuhr stiftete. Er steht direkt neben einer beeindruckenden Moschee, die in ihrer Schönheit allerdings mit der Hisar-Moschee, der größten Moschee der Stadt, im Viertel Kemeralti konkurrieren muss. Kein Reiseführer kommt um eine Empfehlung zur Besichtigung herum. Von allem unweit entfernt liegt der von Gustav Eiffel gestaltete Konak Pier. Wer bis hier gebummelt ist, kann das bunte Treiben von einem der Cafés an der Promenade genießen.


Gustave Eiffel Pier ©Lydia Conradi
Clocktower ©Lydia Conradi



















Weit in die Stadtgeschichte hinein bis ins Jahr 300 v.Chr. lässt die Kadifekale den Besucher blicken. Die alte Befestigungsanlage und die Burg befinden sich auf dem gleichnamigen Hügel im Stadtgebiet. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über den Golf von Izmir.
View from High Place ©Lydia Conradi

Gegenüber dem alten Smyrna besteht in Izmir nicht mehr die damalige Völkervielfalt, der größte Teil der Bewohner sind Türken. Auch das Nebeneinander der Religionen ist nicht mehr wie in Smyrna gegeben. Der Anteil der Muslime liegt über 95%. Doch die christlichen Gemeinen vor Ort, katholische wie auch evangelische, sind weiter lebendig. Das älteste Gotteshaus im Stadtgebiet ist die St. Polykarp Kirche aus dem Jahr 1620 und ebenfalls eine der Schönheiten Izmirs. Sie ist ein Wallfahrtsort in der Türkei. Leider haben die Armenier, die der Armenisch Apostolischen Kirche zu 90% angehören, auch heute noch einen schweren Stand in der Stadt wie eigentlich überall im Staat. Darum verbergen Armenier sehr häufig ihre Herkunft. Die griechisch-orthodoxe Gemeinde existiert praktisch nicht mehr und auch die jüdische Religion hat sich zurückgezogen. Von den sieben Synagogen werden nur noch zwei benutzt.


Mosque with Ornate Design ©Lydia Conradi
Church ©Lydia Conradi

Portuguese Synagoge ©Lydia Conradi


Wodurch sich die Bewohner von Izmir gegenüber anderen türkischen Städtern jedoch abheben ist die offene Art mit aktuellen Problemen umzugehen. Die Stadt präsentiert sich international und bietet auch kulinarisch eine große Vielfalt (à Thema Kulinarisches morgen auf buchherz.blog)

Was meint ihr, welche Stadt findet ihr reizvoller? Möchtet ihr auch gerne mal Izmir besuchen?

Quellen:


Ein besonderer Dank gilt der Autorin Lydia Conradi für ihre Korrekturen, Ergänzungen und vor allem für ihre Auskunft auf meine Frage zur Völker- und Religionsvielfalt in Izmir. Ihrer Begeisterung für die Stadt MUSS man sich einfach anschließen …

Die Autorin am Golf von Izmir ©Lydia Conradi

Wir hoffen, Euch hat unser Einblick ins historische Smyrna und heutige Izmir gefallen!

Zwei Stationen der Blogtour stehen nun noch aus. Morgen wird es bei buchherz.blog kulinarisch. Und am Freitag wird MrsBookmark auf Youtube ein Lesetagebuch vorstellen. Samstag erscheint schließlich noch eine Rezension auf dierabenmutti.de

Wir wünschen Euch ganz viel Spaß bei den weiteren Stationen!
Hanna & Ingrid