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Dienstag, 19. April 2016

[Rezension Ingrid] Im Land der Wolken (ab 3 J.) von Alexandra Helmig


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Titel: Im Land der Wolken 
Autorin: Alexandra Helmig
Illustratorin: Anemone Kloos
Erscheinungsdatum: 29.01.2016
Verlag: mixtvision 
Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Henry wohnt im Land der Wolken. Jedem Bewohner dieses Landes, der eine Wolke berührt kommen sofort ganz viele neue Ideen, die er natürlich in die Tat umsetzen möchte. So bunt und verschiedenartig die Wolken sind, so abwechslungsreich sind auch die möglichen Aktivitäten. Aber Henry geht es dabei gar nicht gut und so sitzt er lieber allein und schaut sich das Treiben an. Bis Sara, ein Mädchen in seinem Alter, ins Nachbarhaus einzieht. Statt sich für das wilde Geschehen zu interessieren, setzt sie sich zu Henry. Das bleibt nicht unbemerkt …

Die Geschichte wird mit ansprechenden Worten von Alexandra Helmig kindgerecht für die Altersgruppe ab 3 Jahren erzählt. Ihre Lebendigkeit wird unterstützt durch die wunderschönen Illustrationen von Anemone Kloos. Die Wolken sind ein einziger Farbenrausch und sehr verführerisch. Man versteht, warum die Bewohner die Wolken mögen. Und weil man damit so vieles erleben kann, wünscht man sich gerne ins Land der Wolken.

Doch es herrscht niemals Stillstand, Freizeitstress wäre wohl der richtige Begriff hierfür. Jeder will für sich das Beste und noch mehr. Wer innehält, hat Angst aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, weil er den anderen nicht mehr über die erlebten Dinge erzählen kann. So wie Henry. Doch Henry zeigt, dass man keine Angst zu haben braucht. Denn sein non-konformes Verhalten ist wiederum so befremdlich, dass es auf Außenstehende interessant wirkt. Und wenn schon zwei sich anders wie die Menge verhalten, ziehen sie Aufmerksamkeit an. Was tuscheln die beiden da, was hecken sie aus, verpassen wir was?

Das Buch ist ein Versuch schon die Kleinen zum Innehalten zu bewegen und ihnen zu zeigen, dass Nichtstun nicht krank macht, sondern ganz im Gegenteil Zeit gibt, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ein Kinderbuch zu einem wichtigen Thema, sehr schön und ansprechend umgesetzt. 

Sonntag, 26. April 2015

[Rezension Hanna] Atemlos von Ashley Elston



Inhalt
Anna und ihre Familie sind endlich kein Teil des Zeugenschutzprogramms mehr, denn Sanchez, der Mann, vor dem sie sich verstecken mussten, ist tot. Doch das Gefühl von Freiheit währt nur kurz an. Auf einer Party erhält Anna ihr Tagebuch zurück mit einer Nachricht von „T“ zurück, dass sie sich vielleicht eines Tages wiedersehen. Kurz darauf werden ihr Haus und Ethans Van durchsucht. Warum lässt der falsche Agent Thomas sie nicht in Ruhe, nachdem er sie hat laufen lassen? Was plant er? Agent Williams vermutet einen Maulwurf in den eigenen Reihen, weshalb sich Anna und Ethan mit ihren Familien in ein Jagdcamp zurückziehen, an dem Ethans Vater erst kürzlich Anteile erworben hat. Doch auch an diesem abgelegenen Winkel sind sie nicht vor Thomas sicher…

Meinung
Nachdem „Spurlos“ damit endete, dass Anna ihr Tagebuch zurückerhält und damit ahnt, dass alles doch noch nicht vorbei ist, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Was hat der Killer Thomas vor, nachdem er Anna beim letzten Aufeinandertreffen nicht umgebracht hat, obwohl er die Gelegenheit dazu hatte? Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht, denn es beginnt nur wenige Tage nach der Handlung von „Spurlos“ und es werden zunächst die wichtigsten Ereignisse rekapituliert. Auch wenn man das Buch dank dieser kurzen Zusammenfassung unabhängig vom Vorgänger lesen kann, empfehle ich trotzdem wärmstens, erst „Spurlos“ zu lesen, denn ihr werdet vieles noch besser verstehen.

Das Buch nimmt schnell an Tempo auf, denn schon nach wenigen Seiten hat nicht nur Annas Vater das FBI aufgrund des Tagebuchfunds eingeschaltet, sondern die Bedrohung wird konkreter, als ein Unbekannter Annas Haus durchsucht. Die Ungewissheit, was Thomas nun plant, nagt an Anna und machte auch mich neugierig darauf, mehr über seine Motivation herauszufinden. Die Flucht aus der Stadt mag zunächst wie eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme wirken, doch es dauert nicht lange, bis Thomas tatsächlich wieder persönlich auf der Bildfläche auftaucht.

Nachdem im Vorgänger Annas Leben im Zeugenschutzprogramm beleuchtet wurde, geht dieses Buch auf das Thema Entführung ein. Ich fand die Begründung, warum es zur Entführung gekommen ist, etwas haarsträubend. Es geht nicht um Lösegeld, sondern um etwas viel komplexeres, dass man nur nach und nach begreift und erst ganz zum Schluss wirklich durchschauen kann. Annas Gefühle als Gefangene wurden aber gut vermittelt und ihre Verzweiflung wurde spürbar gemacht.

Durch die Gesamtsituation ist die Atmosphäre während des gesamten Buches angespannt. Immer wieder kommt es durch brenzlige Situationen und mutige Wagnisse zu Spannungsspitzen. Dazwischen werden Anna und dem Leser aber auch Verschnaufpausen eingeräumt, in denen Gedanken sortiert, Vermutungen angestellt und neue Pläne geschmiedet werden können. Zum Ende hin holt die Autorin dann noch einmal alles aus ihrer Geschichte heraus. Es gibt eine große Überraschung, einen schmerzhaften Abschied und auch Schüsse fallen. Für mich war der Abschluss des Buches absolut gelungen.

Fazit
In „Atemlos“ muss Anna feststellen, dass mit ihrem Verlassen des Zeugenschutzprogramms noch nicht alles vorbei ist. Als Entführungsopfer geht sie durch die Hölle und muss sich gleichzeitig fragen, welche Rolle sie überhaupt im großen Plan spielt. Setzte der Vorgänger vor allem auf untergründige Spannung, ging es in diesem Buch noch mehr zur Sache. Einige Begründungen für das Verhalten bestimmter Personen fand ich allerdings unglaubwürdig. Insgesamt konnte mich diese temporeiche Geschichte aber mitreißen und unterhalten, sodass ich eine klare Leseempfehlung für Fans von Jugendthrillern ausspreche!

*Werbung* Weitere Informationen zum Buch

Titel: Atemlos

Autorin: Ashley Elston

Übersetzerin: Elisa Martins
Gebundene Ausgabe, eBook inklusive: 351 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. April 2015
Verlag: Mixtvision Verlag
Handlungszeit: Gegenwart
Handlungsort: USA
Link zur Buchseite des Verlags

Dienstag, 25. Februar 2014

[Rezension Hanna] Spurlos von Ashley Elston




☆ Inhalt ☆


Mitten in der Nacht steht der sechste Umzug innerhalb weniger Monate an. Das Mädchen, das bei Station Nummer sechs als Meg Jones bekannt sein wird, befindet sich mit seiner Familie im Zeugenschutzprogramm. Ihr neues Zuhause befindet sich in Natchitoches, Louisiana. Inzwischen leidet die ganze Familie unter den häufigen Umzügen – Megs Schwester Mary zieht sich immer mehr zurück und Megs Mutter ist zur Alkoholikerin geworden. Meg ist fest entschlossen, ihr Leben endlich wieder selbst in die Hand zu nehmen und herauszufinden, warum sie überhaupt im Zeugenschutzprogramm ist. Außerdem möchte sie in Natchitoches keine Risiken mehr eingehen, also: Keine Freundschaften schließen. Doch dann begegnet sie Ethan, der sich von ihrer Kratzbürstigkeit nicht abschrecken lässt…

☆ Meinung ☆


Die Grundidee des Buches hat schon vor dem Lesen meine Neugier geweckt. Wie muss es sich anfühlen, immer wieder seine Identität zu wechseln auf der Flucht vor Unbekannt? Immer wieder all seine Freunde und Sachen zurückzulassen? Sich immer wieder auf eine neue Umgebung einzustellen und neue Menschen kennenzulernen? Wer sich wie ich für die Beantwortung dieser Fragen interessiert, ist mit diesem Buch an der richtigen Stelle. Der Autorin gelingt es eindrucksvoll, Megs Situation verständlich zu machen und ihre Gefühle zu transportieren.

Gleich zu Beginn geht es absolut spannend los: Meg hat sich gerade für ihren neuen Namen entschieden und befindet sich mit ihrer Familie auf dem Weg zu einem neuen Unterschlupf. Der Leser begleitet sie während ihrer ersten Tage vor Ort und erlebt die Herausforderungen mit, denen Meg sich gegenübersteht. Immer wieder gibt es auch Rückblicke zu ihrem Leben in vergangenen Stationen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen verschiedene Themen. Zum einen wird beleuchtet, wie die ganze Familie mit den häufigen Umzügen umgeht, denn jeder der vier Familienmitglieder reagiert ganz anders darauf. Auch über die Beziehungen innerhalb der Familie erfährt man einiges. Ein weiterer Punkt ist die Freundschaft zwischen Meg und Ethan, die sich trotz aller Vorsätze entwickelt. Meg entwickelt allmählich stärkere Gefühle für Ethan und ist sich sehr unsicher, wie sie sich verhalten soll, denn sie wurde sogar schon einmal aus ihrem aktuellen Leben gerissen, während ihr damaliger Freund auf sie gewartet hat. Schließlich versucht Meg mit allen Mitteln, mehr darüber herauszufinden, warum sie überhaupt im Zeugenschutzprogramm ist. Dies wird vor allem in der zweiten Buchhälfte thematisiert und sorgte für hochspannende Momente.

In Meg konnte ich mich während der Geschichte sehr gut hineinversetzen und ihre Verzweiflung angesichts der aussichtlosen Lage nachvollziehen. Ihr Verhalten ist nachvollziehbar, auch wenn sie immer wieder zu unüberlegten Handlungen neigt, was sie aber auch selbst einsieht und sie umso verletzlicher wirken ließ.

Im Buchverlauf stieg die Spannung immer weiter an und hat mich ans Buch gefesselt. Ich wollte gar nicht, dass das Buch endet! Auf den letzten Seiten merkte ich dann, dass bei weitem noch nicht alle Fragen geklärt sind – da muss doch noch was kommen? Eine kurze Recherche zeigte mir, dass in den USA im Mai 2014 die Fortsetzung erscheinen wird. Daher freue ich mich, dass es bald noch ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren geben wird!

„Spurlos“ berichtet eindringlich von den Erfahrungen, welche die siebzehnjährige Meg Jones im Zeugenschutzprogramm macht. Die Idee des Buches wird gefühlvoll und spannend ausgearbeitet und ich konnte mich gut in Meg hineinversetzen. Daher kann ich diesen Jugendthriller absolut weiterempfehlen!

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Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2014
Verlag: Mixtvision Verlag
Handlungsort: Natchitoches, Louisiana
Link zur Buchseite des Verlags
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