Montag, 30. Juli 2012

Rezension zu mixtvision - KeinBuch

Großer Spaß für Buchliebhaber und Buchhasser!


Inhalt

Das KeinBuch ist nicht zum Lesen da. Das KeinBuch ist zum Machen! Achten die meisten Menschen sonst darauf, keine Knicke in die Seiten zu machen, Rillen im Buchrücken zu vermeiden und bloß keine Flecken auf dem Schnitt zu erzeugen, darf man sich am KeinBuch herzlich austoben. Denn das will benutzt werden. Und zwar so richtig! 86 Aufgaben mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad sind zu bewältigen, um das KeinBuch zu meistern!

Sonntag, 29. Juli 2012

Rezension zu Melisse J. Rose - Das Haus der verlorenen Düfte

Auf den Spuren eines antiken Parfüms


Inhalt


Robbie L’Étoile, Inhaber einer traditionsreichen Parfümerie in Paris, findet eines Tages in seiner Werkstatt geheimnisvolle Scherben, die scheinbar eine alte Familienlegende bestätigen. Diese besagt, dass sein Vorfahr Giles L’Étoile bei der Beteiligung an einer äygptischen Expedition einen Duft gefunden hat, der Menschen hilft, sich an ein früheres Leben zu erinnern. Als sein Fund bekannt wird, gerät Robbie in Gefahr – denn verschiedene Organisationen möchten in den Besitz der Scherben gelangen und schrecken auf vor Gewalt nicht zurück. Gemeinsam mit seiner Schwester Jac und deren Exfreund Griffin versuchen sie, die Scherben zu schützen und ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Samstag, 28. Juli 2012

Rezension zu Urs Augstburger - Als der Regen kam

Was passierte, als der Regen kam?


 

Inhalt


Mauro Nesta kehrt aus Genua in ein Städchen in der Schweiz zurück, um seine Mutter Helen zu besuchen, welche an Demenz erkrankt ist. Außergerechnet am Tag vor dem Jugendfest, einer jahrhunderte alten Tradition im Städchen, trifft er dort ein. Bei einem Spaziergang scheint sich Helen plötzlich an ein längst vergessenes Jugendfest zu erinnern – sie schwebt mit einem unsichtbaren Mann über den Tanzboden. In ihrer alten Wohnung findet Mauro weitere Hinweise darauf, dass ihre Mutter ein jahrzehntealtes Geheimnis hütet. Am Tag des Jugendfestes begibt sich Mauro auf die Suche…

Freitag, 27. Juli 2012

Rezension zu Cynthia Hand - Unearthly: Dunkle Flammen

Dieses Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen und vom Rowohlt Verlag zugesendet bekommen. Vielen Dank!


Titel: Unearthly - Dunkle Flammen
Autorin: Cynthia Hand
Erscheinungsdatum: 01.08.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 9783499256981
Preis: 9,99 Euro

Die Romantasy-Geschichte Unearthly – Dunkle Flammen von Cynthia Hand ist als Taschenbuch im Rowohlt Verlag erschienen  und umfasst 432 Seiten inklusive Prolog und Danksagung der Autorin. Es ist der erste Teil einer Trilogie um die Protagonistin Clara. Das Cover ist meiner Meinung nach passend zum Titel gestaltet und zeigt die Rückansicht einer jungen Frau in einem romantischen langen, dunkelroten Kleid vor einer Lichtung die in irreales Licht getaucht scheint. Darübergelegt ist in der unteren Hälfte der Titelschriftzug in erhabenen Buchstaben mit geschwungenen Linien.
Clara hat eine Vision: sie steht im Wald, ein Junge vor ihr, die Luft rauchgeschwängert. Als der Junge sich umdreht, endet die Vision. Aber sie wird zu Claras Aufgabe, denn Clara ist nur Mensch, sondern trägt zu einem Viertelanteil Engelsblut in. Clara ist 16 und langsam nehmen ihre Kräfte als Engel zu, so erfährt sie von ihrer Mutter. Jedem Engel hat eine gewisse Aufgabe zu erfüllen, so wird sie unterwiesen, und worin ihre letztendlich besteht, muss sie selbst herausfinden, denn die Vision ist zunächst nur eine Andeutung. Ihre Aufgabe ist verbunden mit einem Umzug der Familie von Kalifornien nach Wyoming. Neben der Veränderung, die ihr Körper und ihre Psyche in der Zeit durchmachen kommt nun auch noch eine neue Umgebung, neue Freunde und Bekannte hinzu und schließlich findet sie sich in einem Zwiespalt der Gefühle in der Liebe zu zwei Jungen wieder.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Mit sehr viel Fantasie lässt sie nicht nur eine Liebesgeschichte entstehen, sondern entfaltet die Beschreibung einer Engelwesen Dazu schafft sie keine eigene Welt für sich, sondern bedient sich der herrschenden Vorstellungen der Menschen von Himmel und Hölle und breitet diese für jeden Leser nachvollziehbar aus – einfach himmlisch. Die Charaktere des Romans sind mit wenigen Ausnahmen je mit Stärken und Schwächen behaftet, was sie dem Leser sympathisch, nachvollziehbar und auch Clara menschlich machen. Das der erste Band zu einer Trilogie gehört ist offensichtlich, da zum Ende einige Fragen offenbleiben. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und mich bestens unterhalten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und empfehle ihn altersmäßig uneingeschränkt allen Lesern der romantische Fantasy.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Rezension zu Jessica & Diana Itterheim - Schloss der Engel

Verliebt in einen Racheengel




Inhalt


Lynn wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt. Da sie in den Ferien eintrifft, soll sie zunächst am Feriencamp teilnehmen. Auf dem Programm stehen Bogenschießen, Kräuterkunde und Gefahrenabwenden – und so muss Lynn bald feststellen, dass sie im Schloss der Engel gelandet ist. Während Lynn versucht, sich einzuleben, lernt sie Christopher kennen und verliebt sich in ihn. Dieser birgt jedoch ein Geheimnis, was eine gemeinsame Zukunft offenbar unmöglich macht…

Mittwoch, 25. Juli 2012

Rezension zu Jean-Luc Bannalec - Bretonische Verhältnisse: Ein Fall für Kommissar Dupin




Buchreihe: Kommissar Dupin

Band 1: Bretonische Verhältnisse
Band 2: Bretonische Brandung (Rezension)














~ Inhalt ~


Kommissar Dupin, der erst vor wenigen Jahren aus Paris in die Bretagne versetzt wurde, wird an einem Morgen in das kleine Städtchen Pont Aven gerufen. Dort wurde der 91-jährige Hotelbesitzer des traditionsreichen „Hotel Central“ ermordet im Restaurant aufgefunden. Auf den ersten Blick scheint er von allen geschätzt worden zu sein, sein Tod wird rasch zur medienwirksamen Tragödie. Um das Image Pont Avens als erholsamer Ferienort zu wahren, soll Dupin den Fall schnellstmöglich aufklären...

~ Meinung ~


Das Buch besteht aus wenigen, recht langen Kapiteln, welche jeweils einen Tag im Leben des Kommissars beschreiben. Der Leser begleitet Dupin bei jedem seiner Schritte der Ermittlung, seinen Untersuchungen und Verhören. Das Tempo ist dabei recht ruhig, systematisch Befragt Dupin Personen, die etwas zum Fall wissen könnten, was den Großteil des Buches ausmacht. Die Spurensuche, wie man sie aus anderen Kriminalromanen kennt, ist in diesem Buch eher sekundär. Gut gefallen haben mir die Schilderung der Bretagne und der Mentalität der Anwohner, die in Dupin nach drei Jahren immer noch „den Neuen“ sehen und mit wohlgemeinten Ratschlägen unterstützen wollen, allen voran verkörpert von seiner Sekretärin Nolwenn.

Kommissar Dupin ist ein liebenswerter Charakter, den dem Leser mit seinen Ecken und Kanten schnell ans Herz wächst. Sein ständiges Verlangen nach café regt ebenso zum Schmunzeln an wie sein Unvermögen, mit Vorgesetzten zu kommunizieren. In Verhören hingegen brilliert er: Geschickt treibt er sein Gegenüber im Gespräch mit den richtigen Fragen und den entscheidenden Antworten. Etwas schade fand ich, dass er seinen Mitarbeitern im Fall nur die einfachsten Aufgaben überträgt, die kaum etwas ans Licht bringen. Dafür konnte der Leser aus Dupins Perspektive jeden wichtigen Fortschritt unmittelbar erleben.

Insgesamt ist „Bretonische Verhältnisse“ ein geschickt geschriebener Lokalkrimi, der es bis zum Ende schwer macht, den Täter zu erraten. Ein sympathischer Ermittler und die liebevolle Beschreibung von Land und Leuten machen aus der Lektüre ein kurzweiliges Vergnügen. Stellenweise hätte ich mir jedoch mehr Interaktionen Dupins mit seinen Kollegen sowie mehr Ereignisse außerhalb der Verhöre gewünscht. Ich vergebe daher 4 Sterne für diesen unterhaltsamen Kriminalroman.



Interesse an einer zweiten Meinung?
Ingrids Rezension zum gleichen Buch findet ihr hier: KLICK!

Weitere Informationen zum Buch


Broschiert: 304 Seiten
Preis: 14,99 Euro
Erscheinungsdatum: 12. März 2012
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Link zur Buchseite des Verlags
Cover-Bildquelle: http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04406-5&print=1

Dienstag, 24. Juli 2012

Rezension zu Katherine Scholes - Das Herz einer Löwin

Dieses Buch habe ich im Rahmen der lovelybooks-Lesechallenge Juli gelesen. Das Buch habe ich vom Knaur Taschenbuchverlag erhalten, weil ich beim Buchbanditen auf facebook gewonnen habe :) Vielen Dank an den Verlag Droemer Knaur.


Titel: Das Herz einer Löwin
Autorin: Katherine Scholes
Erscheinungsdatum: 02.07.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 9783426510810
Preis: 9,99 Euro



Das Buch „Das Herz einer Löwin“ von Katherine Scholes ist als Knaur Taschenbuch erschienen und umfasst 343 Seiten mit 19 Kapiteln, die durchnummeriert sind, Bemerkungen der Autorin zu den Charakteren und dem Handlungsort des Romans und einer Danksagung. Die Covergestaltung entführt den Leser in die Weite Afrikas. Die Vorderseite des Buchs zeigt ein das Bild einer jungen Frau im Vordergrund, die  hockend über die Savanne in die Ferne blickt. Die Farbe der Savanne in warmem Rostrot geht in ein orangegelb des Himmels über, der oberhalb der Sonne türkisgrün scheint.
Das kleine Mädchen Angel zieht mit ihrer Mutter Laura und zwei Kamelen, einem Muttertier und ihrem Kind durch die Savanne Tansanias und zum Bruder der verstorbenen Afrikanerin Walaita zu gelangen und diesem ein paar Gegenstände aus dem Besitz der Schwester zu überbringen. Laura wird in einem unbedachten Augenblick von einer Schlange gebissen und stirbt daran. Vorher instruiert sie ihre Tochter, sich an den Onkel in England zu wenden, der sich um sie kümmern wird. Angel ist sehr tapfer und begräbt ihre Mutter unter einem Hügel von Steinen. Die Szene wird von einer Löwin mit drei Jungtieren beobachtet, der Angel sich anschließt da sie entgegen der Anweisung ihrer Mutter in Tansania bleiben möchte. Die beiden Kamele jedoch suchen sich einen Weg zu einer Forschungsstation, die von dem Arzt Daniel Oldeani und seinem Helfer betrieben wird. Dort trifft auch Emma Lindberg ein, eine Ärztin, die in Australien in der Forschung arbeitet und hier den Sterbeort ihrer Mutter aufsucht. In den Satteltaschen der Kamele finden Daniel und Emma Gegenstände die auf einen Unfall schließen lassen. Die beiden machen sich auf die Suche …
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und flüssig zu lesen. Katherine Scholes bringt durch ihre Beschreibung der Tiere und ihrer Lebenswelt sowie einiger Verhaltensweisen der Einheimischen dem Leser das Land Tansania näher. In ihrem Stil spiegelt sich wieder wie viel ihr dieses Land bedeutet. Obwohl dem Leser einiges eher mystisch vorkommt z.B. dass die Löwin und ihre Jungen Angel ohne diese anzugreifen begleiten, so beruht dieses doch auf Fakten, wie dem Nachwort zu entnehmen ist. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und der Leser kann sich gut in deren Gefühlswelt hineinversetzen. Jede der Figuren trägt sein je eigenes Schicksal, was der ganzen Geschichte einen melancholischen Touch versetzt. Angel und Emma scheinen durch ihre Bürde fast über sich hinauszuwachsen. Der Roman ist durchaus lesenswert und für alle Romantiker, die sich gerne in ein fernes Land träumen, bestens geeignet.

Rezension zu Katherine Scholes - Das Herz einer Löwin

Unter Löwen



Inhalt

Die kleine Angel zieht mit ihrer Mutter Laura und zwei Kamelen in der Wüste Tansanias umher und hilft Kranken in den abgelegenen Dörfern. Eines Tages wird Laura jedoch von einer Schlange gebissen und stirbt. Auf sich allein gestellt, macht Angel schnell die Bekanntschaft einer Löwin – doch anstatt von dieser gefressen zu werden, nimmt sie Angel in ihre Familie auf.
Zur gleichen Zeit erreicht die Australierin Emma eine nahegelegene Forschungsstation, in der an der Erforschung eines örtlichen Virus gearbeitet wird. Was ursprünglich nur ein kurzer Besuch in Gedenken an ihre in der Station verstorbene Mutter werden sollte, wird zu einem längeren Aufenthalt, bei dem sich Emmas Schicksal allmählich mit dem Angels verknüft…

Samstag, 21. Juli 2012

Rezension zu Felicitas Pommerening - Weiblich, jung, flexibel

Das Buch habe ich bei lovelybooks gewonnen, weil ich eine der 15 Schnellsten war, die Werbung für dieses Buch auf facebook gemacht hat :D Vielen Dank an den Herder Verlag und an die Autorin Felicitas Pommerening für die Begleitung in der Leserunde.

Titel: Weiblich, jung, flexibel - Von den wichtigsten Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst
Autorin: Felicitas Pommerening
Erscheinungsdatum: 12.01.2012
Buchausgabe: Broschur
Verlag: Herder Verlag
ISBN: 9783451305320
Preis: 14,99 Euro



Das Buch „Weiblich, jung, flexibel“ von Felicitas Pommerening ist im Herder Verlag erschienen. Es ist flexibel eingebunden und umfasst 178 Seiten mit Inhaltsverzeichnis, Vorbemerkung, 17 Kapiteln die abwechselnd einer der beiden Freundinnen Carlynn und Ellen gewidmet sind, Nachwort und Danksagung. Auf dem Cover findet sich eine grüblerische, junge Frau, die sich in der Farbgestaltung deutlich von dem maigrünen Hintergrund abhebt. Ihre Gedanken sind symbolisiert durch die sie umgebenden kleinen Comiczeichnungen zu Beruf und Familie.
Der Untertitel des Buchs „Von den wichtigen Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst“ deutet eher auf ein Sachbuch denn auf einen Roman hin. Eigentlich ist es jedoch beides. Die Autorin erzählt aus den unterschiedlichen Perspektiven der Freundinnen Carlynn und Ellen und ihren Gedanken und Gefühlen zu Karrieregestaltung und Familie. Die Geschichten laufen parallel und ergänzen sich. Beide haben ihr Studium abgeschlossen und sind auf der Suche nach einer geeigneten Stelle. Carlynn hat während ihres Studiums alles getan was ihrer Meinung nach einem Traumjob förderlich ist: zusätzliche Seminare, Praktika, zwei Auslandssemester. Doch jetzt stellt sie fest, dass für manche Stelle wieder andere Anforderungen gestellt werden wie die, die sie vorweisen kann. Nach einem Vorstellungsgespräch beginnt sie darüber zu grübeln, ob sie nicht irgendetwas in ihrem Leben verpasst hat. Ihr weiterer Weg führt sie zur Sinnfindung zu einem Freund nach Indien … Ihre Freundin Ellen hingegen scheint von Beginn an zu wissen, was sie möchte: nicht zu viel arbeiten, also Teilzeit um noch genug Zeit zu haben ihr Leben zu genießen. Doch es stellt sich heraus, dass Teilzeit dem Engagement im Job scheinbar entgegensteht. Auch sie begibt sich auf die Suche nach einem Job in dem sie sich selbstverwirklichen kann.
Felicitas Pommerening versteht es den Weg zweier fiktiver junger Frauen in den ersten beiden Jahren nach dem Studium unterhaltend aufzuzeigen, fundiert, jedoch ohne langweilige Zahlenbelege. Viele Probleme die sich im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses ergeben können, werden in den einzelnen, manchmal recht kurzen Kapiteln angesprochen. Die Autorin diskutiert die einzelnen Themen kontrovers, auf den Punkt gebracht, in Gesprächen ihrer Protagonistinnen mit den Eltern und Freunden. Das Buch regt vor allem junge Frauen an, sich Gedanken zu ihrem Lebensweg zu machen und vielleicht auch mal links und rechts des Wegs nach Möglichkeiten zu schauen um neue Erfahrungen zu sammeln.

Rezension zu Neal Shusterman - Vollendet


Inhalt


In diesem Buch wird das Schicksal dreier Jugendlicher beschrieben, welche in der Zeit nach einem blutigen Bürgerkrieg leben, in dem Abtreibungsgegner und –befürworter gegeneinander kämpften. Friede konnte erst mit der „Charta des Lebens“ geschlossen werden. Fortan war das Leben eines Kindes von der Empfängnis bis zum 13. Lebensjahr unantastbar. Zwischen 13 und 18 Jahren können Eltern ihr Kind jedoch „umwandeln“ lassen. Jeder Teil des Körpers lebt weiter, nur in jemand anderem. Connor, Risa und Lev stehen kurz vor ihrer Umwandlung. Doch sie wollen ihr Schicksal nicht akzeptieren…

Meinung


Das Buchcover gefällt mir richtig gut. Das Cover schimmert silbern und zerkratzt, die Schrift ist blutrot. Der Leser kann so einen guten Eindruck von dem gewinnen, was ihn erwartet – eine unheimliche, spannende und fesselnde Dystopie!

Dank des wirklich packenden Schreibstils habe ich das Buch an einem Abend gelesen, denn ich musste einfach wissen, ob Connor, Risa und Lev die Flucht vor der Umwandlung gelingt. Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines Beteiligten geschrieben und an dessen Gedankenwelt und Sprachstil angepasst. Durch die Aufteilung in verschiedene Teile begleitet der Leser die drei schrittweise auf ihrem Weg in ein unbekanntes Schicksal, wobei jeder Teil einen neuen „Wegabschnitt“ darstellt. Die Kapitel sind mal kurz und mal lang, sie geben immer die Informationen, die der Leser unbedingt erhalten möchte, werden gleichzeitig aber auch an keiner Stelle zu ausschweifend, sodass ein hohes Tempo durchweg gegeben ist und die Protagonisten ständig vor neue Herausforderungen gestellt werden.

Connor, Risa und Lev sind drei grundverschiedene Charaktere, die alle aus anderen Gründen ihrer Umwandlung entgegensehen und daher auch von verschiedenen Motivationen angetrieben werden.
Connor ist ein aufbrausender Typ, der in der Schule nur mittelmäßige Noten hat und sich häufig prügelt. Seine Eltern haben daher eine Umwandlungsverfügung unterschrieben, die er zufällig findet. Seine Flucht ist von Beginn an recht spektakulär, seine Methoden oft gewagt. Mit der Zeit muss er jedoch lernen, dass sein aufbrausendes Temperament nicht immer von Vorteil ist.

Risa hingegen ist eine begabte Musikerin. Obwohl sie viel übt und sich sehr anstrengt, kann sie jedoch noch nicht in der absoluten Spitze mitspielen. Daher beschließt das Waisenhaus, in dem sie wohnt, sie umwandeln zu lassen, da das Budget sowie der Platz im Waisenhaus begrenzt sind. Nur zufällig gelingt ihr in einem Unfallchaos die Flucht. Ihre Interaktionen mit Connor haben mir sehr gefallen. Sie ist es, die ihn zur Vernunft anhält; er ist es, der ihr zeigt, dass man auch mal etwas riskieren muss. Beide unterstützen sich in der neuen Situation und harmonieren dabei so gut, dass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind.

Lev ist der dritte im Bunde und der Charakter, den ich mit der Zeit nachvollziehen konnte, der mir aber nur sehr langsam sympathisch wurde. Als sogenanntes Zehntopfer einer reichen Familie wurde er sein ganzes Leben auf die Umwandlung vorbereitet. Seine Flucht als Geisel von Connor und Risa ist eher unfreiwillig, daher setzt er am Anfang alles daran, die Flucht abzubrechen. Erst eine nahe stehende Person öffnet ihm die Augen, indem sie ihm zeigt, dass die Flucht eine zweite Chance für ihn bedeutet.

Das Buch konnte mich auf der ersten Seite packen und hat diese Spannung bis zur allerletzten Seite nicht verloren. Es war spannend und dramatisch, aufregend und erschreckend zugleich. Mit facettenreichen Charakteren, einem tollen Schreibstil  und einer Version der Zukunft, die erstaunlich realistisch dargestellt wird, konnte mich das Buch voll und ganz überzeugen. Wer Dystopien mag, wird von dieser begeistert sein.


Weitere Informationen zum Buch


Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Preis: 16,99 €
Erscheinungsdatum: 1. August 2012
Verlag: FISCHER Sauerländer
Link zur Buchseite des Verlags





Rezension zu Felicitas Pommerening - Weiblich, jung, flexibel

Was tun nach dem Studium?



Inhalt


Das Buch erzählt die Geschichte der zwei Freundinnen Ellen und Carlynn. Beide haben ihren Universitätsabschluss und stehen nun vor der Frage, wie sie ins Berufsleben einsteigen wollen. Bei Carlynn will es trotz perfektem Lebenslauf einfach nicht klappen, trotz vieler Bewerbungen findet sie keinen Job. Ellen hingegen hegt den Plan, mit Teilzeitpensum ins Berufsleben einzusteigen – und muss schnell feststellen, dass dies nicht erwünscht ist.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Rezension zu E. L. James - Shades of Grey


Titel: Shades of Grey - Geheimes Verlangen
Autorin: E. L. James
Erscheinungsdatum: 30.06.2012
Buchausgabe: Klappenbroschur
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 9783442478958
Preis: 12,99 Euro

Dieses Buch von dem im Moment ganz Deutschland spricht, musste ich mir einfach kaufen aus dem einfachen Grund „mitreden können“. Allein die Aufmachung des Buchs ist ein Hingucker und nicht nur das: die Blüte mit Fruchtstempel, der fühlbar im Cover eingeprägt ist, die Oberflächenbeschichtung des Covers sowie der runde Ausschnitt sprechen vor allem den Leser haptisch an. Über die Bedeutung der Symbole die mir hierzu einfällt, möchte ich jedoch nicht näher eingehen ;-)
Die Geschichte dreht sich um die 21 jährige Anastasia, kurz Ana genannt, die im Rahmen eine Interviews für eine Studentenzeitung, bei der sie ihre Freundin vertritt, den sehr reichen, aber auch sehr attraktiven Christian Grey kennenlernt. Dieser ist fasziniert von ihr und setzt alles daran sie näher kennenzulernen. Ana ist hingerissen von seiner Erscheinung und seinem Auftreten, wird jedoch jäh aus ihren Träumen gerissen als sie von der geheimen Leidenschaft des von ihr bewunderten Mannes hört. Dessen Hang zum BDSM wird geregelt von Verträgen mit Verschwiegenheitsklausel. Die weitere Erzählung dreht sich nun hauptsächlich um das Aushandeln des Vertrags, der zwar juristisch sinnlos ist, aber ohne den Christian glaubt, seine Obsession nicht ausleben zu können.
Ich will mich gar nicht weiter zum Hergang äußern, da ansonsten die gesamte Geschichte schon verraten wäre, denn sehr viel mehr Handlung gibt es nicht. Die erotischen Szenen sind anschaulich beschrieben, doch wer hier härteren SM erwartet hätte, wird enttäuscht, grundsätzlich bleibt es mehr oder weniger beim „Blümchensex“ um die Protagonisten zu zitieren, da Ana Bedenken hat sich Christian bedenkenlos hinzugeben. Es wundert keinen, denn Christian ist ihr erster Freund mit dem sie schläft. Der Roman ist anscheinend aus einer Fanfiction zu Twilight entstanden und die Hauptcharaktere Ana und Christian sollen ursprünglich Bella und Edward gewesen sein. Da ich die Bücher nicht gelesen, sondern nur den 1. Film gesehen habe (den ich gut fand), weiß ich nicht inwieweit hier erotische Szenen beschrieben wurden. Vielleicht haben diese den Fans gefehlt, wodurch die Fanfiction entstand und darauf auch der Erfolg des Buches beruht? Die Geschichte „Shades of Grey“ lässt sich sehr leicht und mühelos lesen, aber irgendwann beginnen einige Dinge zu nerven. Ana kaut ständig auf ihrer Unterlippe, Ana verdreht ständig ihre Augen, Ana wird ständig rot vor Scham und bei Ana ist ständig alles „Wow“. In Dingen der Beziehung macht das Paar keine Fortschritte nachdem klar ist, dass der Vertrag über SM ausgehandelt werden muss. Ana grübelt und grübelt über ihre Bedenken, wohingegen Christian sich auf seichteres als von ihm gewünschtes Niveau herablässt. Aber Ana scheint dies nicht weiter aufzufallen und grübelt weiter. Verbal kann sie ihre Gefühl schlecht äußern, aber mittels E-Mail geht das besser. Die E-Mail-Einschübe fand ich eine gute Idee der Autorin.
Abgesehen von den ständigen Wiederholungen hat das Buch mich gut unterhalten, aber auch irgendwie mit fortschreitender Geschichte enttäuscht. Ich denke, dass ich die nächsten Bände eher nicht lesen werde, hoffe aber, dass im Zuge der Verlagskonkurrenz noch bessere erotische Geschichten auf dem Lesemarkt erscheinen werden. Daher gibt es von mir für dieses Buch ein: war o.k. 3 Sterne.

Sonntag, 15. Juli 2012

Rezension zu Cynthia Hand - Unearthly. Dunkle Flammen


Inhalt


Die 16-jährige Clara ist ein Engelblut. Nachdem sie beginnt, Visionen zu erhalten, ist klar: Clara hat eine Aufgabe erhalten. Diese hängt offenbar mit einem Jungen zusammen, im Hintergrund sieht sie einen Waldbrand. Nachdem sie in den wiederkehrenden Visionen immer mehr Details entdeckt, wird bald klar, dass sie mit ihrer Familie nach Wyoming umziehen muss. Hier soll sie an der Erfüllung ihrer Aufgabe arbeiten und ihre Fähigkeiten trainieren. Gleichzeitig muss sie versuchen, sich an ihrer neuen Schule möglichst unauffällig zu verhalten – doch das fällt aufgrund ihrer wachsenden Fähigkeiten immer schwieriger…


Meinung

 
Das Cover zeigt ein Mädchen, vermutlich Clara, in einem Wald, der vom Feuerschein rot erleuchtet wird. Hier zeigt sich deutlich der Bezug zur Vision, die sich von der ersten Seite an durch das gesamte Buch zieht. Die verschlungene Schrift des Titels passt meiner Meinung nach ebenfalls gut zum Engelthema, sodass mir das Cover im Ganzen sehr gefällt.

Zunächst muss ich sagen: Ich habe das Buch in Rekordgeschwindigkeit gelesen. Das liegt wohl zum einen am tollen Schreibstil der Autorin, durch den die Geschichte geradezu vorbeirauscht. Zum anderen steigt die Spannung im Buch immer weiter an, je näher Clara der Erfüllung ihrer Aufgabe kommt. Der Weg bis dahin ist lang, wird aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Stetig gibt es neue Enthüllungen und Erkenntnisse, außerdem werden Claras Versuche, als Neue in der Schule ihren Platz zu finden und sich von ihrer Aufgabe abzulenken, humorvoll beschrieben.
Sehr interessant fand ich die Kapitelüberschriften:  Die Kapitel, welche jeweils um die 20 Seiten lang sind, beginnen stets mit einem kurzen Zitat aus dem nachfolgenden Abschnitt. Manchmal geben sie einen kleinen Hinweis auf das, was geschehen wird, oftmals werfen sie aber auch nur Rätsel auf bis zu jener Stelle im Kapitel, an dem der Satz fällt (ein Beispiel: „Ich habe den schwarzen Tod überlebt.“). 

Die Geschichte wird durchgehend aus der Sicht Claras beschrieben. Diese wird dem Leser schnell sympathisch. Allzu gut kann man nachvollziehen, wie sie zunächst geschockt ist, als sie von ihrer Bestimmung erfährt, und schließlich versucht, ihrer Mutter mehr Informationen zu entlocken. Während ihre Kraft wächst, kommt es zu einigen amüsanten Zwischenfällen, mit denen Clara auf ihre Weise ganz souverän umgeht.
Claras Freundinnen sind zwei ungleiche Charaktere, die sie in den verschiedensten Lebenslagen unterstützen. Angela und Wendy ergänzen sich gut, indem sie jeweils ihre eigenen Stärken haben, die eine gute Freundin benötigt. Während Wendy Clara in allen emotionalen Fragen zur Seite steht, ist Angela ganz die Praktische.
Wie der Klappentext schon verrät, kommt auch die Romantik in diesem Buch nicht zu kurz. Ihre Hin- und Hergerissenheit zwischen zwei Jungen war typisch Jugendbuch und stellenweise doch etwas kitschig, insgesamt waren Claras Handlungen jedoch nachvollziehbar und haben dazu beigetragen, die Spannung hoch zu halten.

Unearthly war mein erstes Buch über Engel und konnte mich positiv überraschen. Mit Humor, Spannung und Romantik werden die Versuche eines Engelbluts beschrieben, ihren Platz in der Welt zu finden. Stellenweise sind mir Parallelen zu Twilight aufgefallen, dem dieses Buch mit einer eigenständigen Geschichte jedoch in nichts nachsteht. Wer Twilight mochte, wird auch dieses Buch mögen! Ich empfehle dieses Jugendbuch daher gerne weiter und freue mich schon jetzt riesig auf den 2. Teil der Trilogie, welcher am 1. Oktober erscheint!



Weitere Informationen zum Buch



Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: rororo
ISBN-10: 3499256983
ISBN-13: 978-3499256981
Link zu meiner Amazon-Rezension 

Donnerstag, 12. Juli 2012

Rezension zu Myra McEntire - Die Stunde der Zeitreisenden: Hourglass 1

Bildquelle: http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/142_47563_120006_xl.jpg

~ Inhalt ~

Die 17-jährige Emerson lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem älteren Bruder Thomas und dessen Verlobter. Sei selbst bezeichnet sich gerne als verrückt, denn sie hat eine ungewöhnliche Fähigkeit: Regelmäßig sieht sie Menschen aus vergangenen Jahrzehnten, die sich in Luft auflösen, sobald sie diese berührt. Bisher haben mehrere selbsternannte Experten versucht, sie zu heilen, doch ohne Erfolg. Bis ihr Bruder eines Tagen den attraktiven Michael engagiert– dieser möchte Emerson helfen, ihre Gabe verstehen und sie zu nutzen. Doch während Emerson noch die neuen Erkenntnisse verarbeitet, schwebt sie bereits in großer Gefahr…

~ Meinung ~



Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der jedoch nicht über so manche Länge im Buch hinweghilft. Vor allem zu Beginn kommt die Geschichte nur langsam in Fahrt, Emerson hängt vor allem ihren Gedanken hinterher und es passiert wenig. Erst im letzten Drittel des Buches wird es richtig spannend, doch viel zu schnell ist das Buch dann vorbei. Aus vielen dieser spannenden Szenen hätte man mehr machen können, denn hier geschieht im Gegensatz zum Beginn alles plötzlich ganz schnell!

Mit Emerson und Michael hat die Autorin zwei Charaktere geschaffen, welche getrennt voneinander betrachtet durchaus sympathisch sind. Leider besteht ein großer Teil des Buches daraus, dass Emerson ihren Michael pausenlos anschmachtet – jedoch mit geringem Erfolg. Durch eine besondere Verbindung zwischen ihnen versuchen die beiden außerdem ständig, den anderen vor Unheil zu bewahren, um sich dann aber selbst in die waghalsigsten Aktionen zu stürzen, ohne mögliche Konsequenzen zu bedenken. Dieses naive Verhalten fand ich stellenweise wirklich nicht mehr nachvollziehbar.
Um wieder zum Positiven zu kommen: Die Beschreibung der Hourglass-Gemeinschaft hat mir wirklich gut gefallen. Die Charaktere waren zwar nicht besonders tiefgründig, konnten mit ihren jeweils speziellen, ungewöhnlichen Eigenschaften aber Eindruck hinterlassen und Emerson in manch einer Situation unterstützen. Auch Thomas und Dru als Ersatzeltern haben mit ihren Versuchen, Emerson zu beschützen, für einige amüsante Szenen gesorgt.

In diesem Buch wird die Thematik „Zeitreisen“ auf kreative Weise angegangen, die mir gut gefallen hat. Leider weist das Buch einige Längen und Schwächen auf. Wer gerne Zeitreise-Romane liest, wird auch an diesem Gefallen finden. Ich persönlich fand das Buch jedoch höchstens durchschnittlich und vergebe daher drei Sterne.


Weitere Informationen zum Buch


Broschiert: 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2012
Verlag: Goldmann Verlag
Link zur Buchseite des Verlags



Rezension zu Petra Durst-Benning - Solang die Welt noch schläft

Dieses Buch habe ich während der Autorenlesung von Petra Durst-Benning am 19.5.2012 in Münster gekauft und signieren lassen:













Titel: Solang die Welt noch schläft
Autorin: Petra Durst-Benning
Erscheinungsdatum: 09.03.2012
Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
Verlag: List Verlag
ISBN: 9783471350577
Preis: 19,99 Euro

Das Buch „Solang die Welt noch schläft“ von der Autorin Petra Durst-Benning ist im List Verlag erschienen. Das Hardcover umfasst 496 Seiten mit 34 Kapiteln, Epilog und Anmerkungen zur Geschichte des Frauenradsports. Der Roman ist der erste Teil der Trilogie „Jahrhundertwind“ in der es um die Schicksale der drei Freundinnen Josefine, Clara und Isabelle in der Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert geht. In die Kapitel eingefügt sind Illustrationen aus der Welt des Radsports aus dieser Zeit. Auf Wunsch der Autorin wurden auf dem vorderen und hinteren Vorsatzblatt Zitate mit Meinungen über  das Radfahren der Frauen um 1890 eingefügt. Der Einband des Buches ist in Mai grün gehalten, ebenso wie der Papierumschlag, der jedoch auf dem Cover eine kleine Szene zeigt, bei der eine junge Frau vorsichtig um einen Baum herum schaut, eventuell auf der Suche nach Zuschauern die sie meiden möchte um mit ihrem Fahrrad, das an einem anderen Baum lehnt unbemerkt zu sehr früher Stunde zu fahren „solang die Welt noch schläft“. Denn das Radfahren war zum Ausgang der Geschichte in 1889 nicht nur für jedermann aufgrund fehlender Bremsen tollkühn, sondern speziell für Frauen unschicklich und zunächst mit Rock gefährlich, da diese sich in den Speichen verfangen konnten.
Das erste Kapitel führt den Leser zu Josefine, die aufgrund ihres Handelns in ein Frauengefängnis in Berlin in die Jugendabteilung eingewiesen wurde. Doch wie konnte es so weit kommen? Nachdem der Husten, der nach einer Brandkatastrophe an der sie beteiligt war und die auch innere Wunden bei ihr hinterlassen hat, nicht aufhören will, wird sie von einer guten, alten Freundin in den Schwarzwald zu einem Sanatorium geschickt. Dort lernt sie die Großnichte der Freundin, Lilo, kennen die ein neuartiges Fortbewegungsmittel fährt: ein Velociped. Josefine ist sofort begeistert und gemeinsam fahren die beiden jungen Mädchen Stunde um Stunde auf dem Rad ohne Erlaubnis des Besitzers und ungesehen. Nach ihrer Heilung zurück in Berlin sinnt sie darüber nach, wie sie ihrer Leidenschaft fortan weiter frönen kann. Ihr kommt die Idee ihre Freundin Isabelle aus Kindertagen aufzusuchen deren Vater ein Fahrrad besitzt. Natürlich bringt dieser zunächst kein Verständnis dafür auf, dass die beiden Mädchen mit seinem Rad fahren wollen. Doch schließlich schenkt er seiner Tochter eines zum Geburtstag. Die Begeisterung führt dazu, dass Josefine das Rad wiederholt verbotenerweise benutzt und es bei einem Unfall beschädigt. Der Unfall hat weitreichende Auswirkungen auf ihr folgendes Leben und auch das ihrer Freundinnen …
Petra Durst-Benning greift in ihrem Roman ein unverbrauchtes Thema auf. Von der ersten Seite an spannend versteht sie es, die Geschichte im flüssigen Erzählstil aufzubauen mit vielen, gut recherchierten Details zum Radsport im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Sie baut ein treffendes Bild der Gesellschaft und der gesellschaftlichen Unterschiede zu dieser Zeit auf. Hervorragend versteht sie es die kritische Ansicht zum Thema wiederzugeben, die den Radsport teils als unsittlich und gesundheitsgefährdend für Frauen ansah. Leider wird der Leser bemerken, dass dies nicht fiktiv ist, sondern dass die Frauen tatsächlich für ihre Gleichberechtigung in dieser Sache zu kämpfen hatten. Solch ein Kämpferherz besitzt der Charakter der Josefine, auf den sich der erste Band der Jahrhundertwindtrilogie fokussiert. Ihr werden mit Isabelle, der eleganten Tochter eines Unternehmers und Clara, der arbeitsamen Apothekerin zwei Freundinnen zur Seite gestellt, deren Geschichten zwar parallel zu Josefines beginnen, die aber erst in den Folgebändenin den Vordergrund werden. Jeder Charakter ist durchaus liebenswert, aber auch mit kleinen Macken versehen, so dass die Gunst für eine Figur beim Leser durchaus wechseln kann.
Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten und ich empfehle sie uneingeschränkt weiter.
Die Rezension von Nabura zum gleichen Buch findet ihr hier: "Solang die Welt noch schläft" aus Naburas Sicht

Nach dem Essen in einem Münsteraner Restaurant bei einem Plausch mit Petra:


Mittwoch, 11. Juli 2012

Rezension zu Thomas Kowa - Das letzte Sakrament


Spannend und gut recherchiert!


Inhalt


In Basel wird der Bruder des Bischofs ermordet aufgefunden. Vor seinem Tode arbeitete er in einem Labor an Forschungen im Auftrag des Vatikans. Kommissar Alex Pandera und seine Kollegin Tamara Aerni stoßen schon bald Motive…
Auf dem Petersplatz in Rom verkündet währenddessen ein Journalist, dass ein Klon von Jesus erschaffen wurde und zeigt das Video eines zweijährigen Jungen. Während die Kirche in ihren Grundzügen erschüttert wird, beginnt die Suche nach dem Jungen, und Kommissar Pandera erkennt Verbindungen zu seinem Ermittlungsfall…

Samstag, 7. Juli 2012

Rezension zu Corina Bomann - Clockwork Spiders

Die Verschwörung der mechanischen Spinnen



Inhalt



London 1888: Die siebzehnjährige Violet Adair ist ein Mitglied des Hochadels in London. Deshalb sollte sie nach Meinung ihrer Eltern ihre Zeit damit verbringen, sich auf ihr Debüt vor Königin Viktoria vorzubereiten und einen geeigneten Ehemann zu finden. Doch sie selbst hat andere Pläne: Sie möchte Erfinderin werden. Daher schleicht sie sich nachts mit Alfred, dem Butler der Familie, aus dem Haus und in ihr Laboratorium im Armenviertel Londons. Als eine Verschwörung London bedroht, versucht Violet, mithilfe ihres Wissens der Ursache auf die Spur zu kommen. Doch die Drahtzieher scheinen keine Zeit verlieren zu wollen…

Cover


Das Cover zeigt Violet in ihrer Erfindertracht. Der Schirm in ihrer Hand ist ein erster Hinweis auf ihre Erfindungen und deutet mit seinen Blitzen darauf hin, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Schirm handelt. Die Spinnen im Hintergrund verraten wie der Titel, dass man in diesem Buch so einigen von ihnen begegnen wird. Und auch sie sehen nicht wie herkömmliche Exemplare der Gattung aus. Das Cover vermittelt insgesamt gut, was den Leser im Buch erwarten wird. Durch Schirm und Spinnen wird auch auf das Genre des Buches, das dem Steampunk zugerechnet werden kann, angespielt.

Aufbau & Schreibstil



Besonders gespannt war ich auf die Steampunk-Elemente im Buch, denn dieses Genre ist mir in Büchern bisher noch nicht begegnet. Corina Bomanns Schilderung konnte mich aber überzeugen. Geschickt verknüpft sie die historischen Elemente des viktorianischen Zeitalters mit Maschinenmenschen, künstlich verbesserten Tieren und Blitze werfenden Regenschirmen. So erhält der Roman das besondere Etwas, das zum Weiterlesen anregt, denn gerne möchte man wissen, welche Erfindungen die Autorin sich noch hat einfallen lassen. Das Buch wird daher seinem Genre voll gerecht.

Auch die Spannung kommt im Buch nicht zu kurz. Violet macht unheimliche Entdeckungen, befindet sich oft in Gefahr und ist so mancher mal auf die Unterstützung ihrer Freunde angewiesen. Auf eine brenzlige Situation folgen neue Erkenntnisse und neue Wagnisse, bis sich die Ereignisse schließlich regelrecht überschlagen und sich das Buch zu einem regelrechten Pageturner entwickelt.

Charaktere


Violet hat es mit ihrem Plan, Erfinderin zu werden, wirklich schwer. Da ihre Eltern völlig andere Vorstellungen haben und ihr Vorhaben nicht unterstützen würden, muss sie im Geheimen agieren. Hierzu benötigt sie den Butler Alfred, der ihr den Rücken freihält und gleichzeitig als Leibwächter agiert. Obwohl ihr Verhältnis eigentlich das einer Dienstherrin zu ihrem Angestellten ist, bilden die beiden ein Team, das sich gut ergänzt. Während Violet die Entscheidungen trifft, ist es häufig Alfred, der sie auf Schwächen in ihrem Plan aufmerksam macht, ihr Rückendeckung gibt oder gleich selbst die entscheidende Rolle übernimmt, um Violet zu schützen. Die Diskussionen und Ausführungen ihrer Pläne sorgen für viele humorvolle sowie abenteuerliche Szenen.

Lobend hervorheben muss ich noch Corina Bomanns Beschreibung des Zirkus der Maschinenmenschen. Dieser stellt für mich das absolute Highlight ihrer Steampunk-Welt dar. Alle Mitglieder sind aufgrund von Verletzungen oder Missbildungen maschinell verbessert und haben im Zirkus ein Zuhause gefunden, in dem sie akzeptiert werden. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen. Vor allem Mr Blakey und Siberia, der Zirkusdirektor und seine Frau, sind liebenswerte Charaktere, die durch ihre bedingungslose Unterstützung von Violet dem Leser schnell ans Herz wachsen.

Fazit


Dem Buch gelingt es mühelos, historische Elemente mit denen des Steampunks zu verknüpfen und in diese Welt eine spannende Geschichte rund um Violet und die Verschwörung einzubetten. Eine spannende, temporeiche Handlung mit sympathischen Charakteren und mysteriösen Bösewichten konnte mich voll überzeugen, sodass ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen kann!


Weitere Informationen zum Buch


Vielen Dank an Corina Bomann für die Bereitstellung des Buches!

Gebundene Ausgabe: 398 Seiten
Verlag: Ueberreuter
ISBN-10: 3800056631
ISBN-13: 978-3800056637



Freitag, 6. Juli 2012

Rezension zu Marion Feldhausen - Himmelskinder

Für die Fortsetzung der Reihe um Kommissar Alvermann hat Frau Feldhausen mich gefragt, ob ich den nächsten Titel "Friedensengel", der zur Zeit in Vorbereitung ist und voraussichtlich im Frühjahr 2013 erscheinen wird, testlesen möchte. Ja, klar gerne :D

Nachtrag: inzwischen habe ich das Skript zu "Friedensengel" gelesen. Es ist noch besser wie "Himmelskinder"!

"Himmelskinder" von Marion Feldhausen habe ich bei lovelybooks gewonnen und an der Leserunde teilgenommen. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar. Die Leserunde wurde von der Autorin begleitet. Hier meine Frage an sie mit Antwort:

Hallo Frau Feldhausen,
hat es einen bestimmten Grund, warum Sie einen fiktiven Ort gewählt haben, ergibt sich daraus eventuell ein Vorteil (z.B. nicht in die Sparte Regionalkrimi geschoben zu werden)?

LG Ingrid

Marion Feldhausen
Hallo, liebe Ingrid,
bin ich ja trotzdem, wie an der Rezension bei WDR II Tatort NRW zu sehen ist:
http://www.wdr2.de/kultur/tatortnrw/himmelskinder100.html.
Zumindest bin ich zuzuordnen. Aber nein, das war nicht der Grund. Ich wollte mich auf keine mir bekannte Stadt einlassen und frei bleiben bei meinen Beschreibungen.
Gruß von Marion Feldhausen






ACHTUNG SPOILER bei der nächsten Frage/Antwort:
Hallo Frau Feldhausen,
weil alle rätseln, aber keiner fragt: liege ich richtig, wenn ich vermute, dass Alvermann nach Holland zu einem Koffieshop fährt oder bedeuten seine "Eskapaden" etwas ganz anderes?
LG Ingrid

Marion Feldhausen
Liebe Ingrid,
Kommissar Alvermann erzählt mir leider auch nicht immer alles. Vielleicht im zweiten Roman? Jetzt habe ich eine Bitte. Wenn Sie mögen, schauen Sie sich doch unter
www.marionfeldhausen.de den Inhalt meines zweiten Romans „Friedensengel“ an, den ich gerade beende. Finden Sie die Thematik spannend? Hätten Sie Lust, sich als Testleserin mit Alvermanns neuem Fall zu befassen? Ich würde mich sehr freuen. Antwort bitte unter    xxx
Herzlichst
Marion Feldhausen


Titel: Himmelskinder
Autorin: Marion Feldhausen
Erscheinungsdatum: 16.01.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 9783442378364
Preis: 8,99 Preis




Das Buch „Himmelskinder“ der Autorin Marion Feldhausen ist als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen. Es umfasst 319 Seiten mit Prolog, 63 bezifferten Kapiteln, Epilog und Danksagung. Der Titel „Himmelskinder“ bezeichnet Kinder, die scheinbar niemand vermisst und um die daher auch niemand bei ihrem Tod trauert.Das Cover zeigt denn solch ein Mädchen – allein, vor einem Getreidefeld, dahinter nur noch Weite. Die Buchstaben des Titels sind vorne und auf der Seite eingeprägt. Grundlage für diesen Krimi war ein realer Fall.
Der Prolog macht den Leser mit dem Thema Kindesmissbrauch bekannt. Doch die Autorin verliert sich nicht in Details, sondern deutet viele Dinge nur an. Dies ist ein typisches Merkmal für den Schreibstil, der sich über den ganzen Krimi hinweg zieht. Dennoch kann der Leser sich ein gutes Bild der jeweiligen Situation machen. Die Handlung beginnt damit, dass ein Toter in einem Hotelzimmer gefunden wird. Er hat einen kurzen Abschiedsbrief hinterlassen. War es Selbstmord? Das Team um Kommissar Alvermann vom Mordkommissariat in der fiktiven Stadt Karlsbach beginnt nach einem Grund für den Selbstmord zu suchen. Währenddessen wird ein Mädchen nackt, leblos und missbraucht in einem Gebüsch im Park gefunden. Alvermann erinnert sich in diesem Zusammenhang wieder an einen Fall der Kinderprostitution, der bereits einige Jahre zurückliegt und bei denen die Ermittlungen, von höchster Ebene der Justiz und Politik beeinflusst, plötzlich beendet wurden. Gibt es einen Zusammenhang? Obwohl es zunächst nicht so aussieht, ergibt sich eine Verbindung zu dem Toten im Hotelzimmer.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und dennoch von einer besonderen Eigenart. Kurze Sätze und Dialoge sind dafür kennzeichnend, ebenso ein gewisser Humor in diesen Dialogen. In den ersten Kapiteln wird eine größere Anzahl Agierender vorgestellt. Durch häufige Perspektivenwechsel ist es aber zunächst schwieriger den Überblick zu behalten, um welche Personen es dann in der nächsten Szene geht. Aber der Personenkreis wird im weiteren Verlauf nicht mehr nennenswert erweitert und so fließt die Geschichte schließlich bei konzentriertem Lesen. Eine Spannung baut sich ebenfalls durch die Wechsel auf, da am Schluss der jeweiligen Kapitel manches Mal noch ein gefundenes Ermittlungsdetail gegeben wird und man doch wissen möchte, wie sich dieses einfügt.
Marion Feldhausen versucht dem Leser Einblick in die Psyche eines Täters durch den Einschub der Schilderung einer hierfür modelmäßigen Kindheit. Diese Erfahrung bringt sie aus ihrem Beruf hier ein. Auch die Ermittler sind je eigene Charaktere, die aber teils nicht richtig greifbar werden. Das schadet dem Krimi jedoch nicht, da sich durch Fantasie bei jedem Leser ein eigenes Kopfkino entwickelt. Teilweise wirken die Ermittler durch ihre Erfahrung und Erkenntnisse bei dem länger zurück liegenden Fall der Kinderprostitution bei den aktuellen Recherchen hilflos und bereit auch zu nicht illegalen Mitteln zu greifen. Durch kursiv gesetzte Gedanken der handelnden Person versucht die Autorin dem Leser die jeweilige Person näher zu bringen.  Das Team um Kommissar Alvermann hat noch einiges an Entwicklungspotential. Zu einem schwierigen Thema hat die Autorin ein überzeugendes Buch geschrieben das mich nachdenklich hat werden lassen.

Montag, 2. Juli 2012

Rezension zu Michael Hübner - Sterbestunde

Spannung pur!


  ~ Inhalt ~


Ein tödlicher Unfall in Koblenz lässt einen geplanten Mord vermuten. Kommissar Sven Becker nimmt daher die Ermittlungen auf, die ihn zur Arbeitsstelle des Opfers führen, einem Pflegeheim. Dort hat man offenbar etwas zu verbergen – doch Svens Nachforschungen verärgern Gegner, die ganz und gar skrupellos sind. Dann stirbt eine weitere Person unter verdächtigen Umständen…

~ Meinung ~


Das Cover wirkt durch die ausgestanzten Buchstaben des Titels, welche im Licht rot leuchten, sehr blutig. Dies verspricht einen hochspannenden Thriller, und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht!

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und ein echter Pageturner. Durch den Unfall zu Beginn, welcher die grausigen Details recht genau schildert, weiß der Leser früh um die Skrupellosigkeit der Gegner. Auch durch Sätze wie „Es hatte angefangen. Und jetzt war es nicht mehr aufzuhalten.“ [S. 49] wird die Erwartung des Lesers hochgehalten die Gefährlichkeit der Situation dargestellt. Ebenfalls früh werden Andeutungen zur Frage gemacht, wer in den dunklen Machenschaften die Fäden zieht – so kann der Leser nach Herzenslust spekulieren. Nur schrittweise werden die Hinweise konkreter und offenbaren das ganze Bild. Regelmäßige Spannungshöhepunkte bringen die Handlung in eine neue Richtung, mit der nicht zu rechnen war, und enden schließlich in einem spektakulären Showdown.

Sven Becker steht bei den Ermittlungen im Mittelpunkt, indem er früh Verbindungen entdeckt und Nachforschungen anstellt. Seine mentale Verfassung wird dabei allerdings hart auf die Probe gestellt: Seine Frau möchte die Scheidung, Erinnerungen an einen alten Fall werden wach und der Fortgang der aktuellen Ereignisse zeigt allen Beteiligten, wie gefährlich die Gegner sind.
Gut gefallen hat mir Svens Beziehung zu seinem Kollegen Dennis. Dieser steht ihm nicht nur bei den Ermittlungen zur Seite, sondern führt mit ihm das eine oder andere Gespräch unter Männern, bei dem man durchaus schmunzeln muss. Die beiden ergänzen sich gut und bilden ein sympathisches Ermittlerteam. Svens Nemesis ist der Journalist Koschny, der die Ermittlungen auf Schritt und Tritt verfolgt und Sven mit unangenehmen Fragen verfolgt. Diese Beziehung durchlebt wohl den größten Wandel und stellt die Geduld beider Männer auf die Probe.
Durch häufige Perspektivenwechsel kann man sich gut in die verschiedenen Personen hineinversetzten und ihre Gefühle sowie die Motivation für ihr Handeln nachvollziehen. Die einzelnen Charaktere werden so noch greifbarer.

  ~ Fazit ~


Das Buch war durchweg spannend und konnte meine Erwartungen an einen guten Thriller voll erfüllen. Stellenweise wurden blutige Details geschildet, dies hielt sich jedoch entgegen meiner Erwartungen in Grenzen, was meinem persönlichen Thrillergeschmack entgegenkam. Gerne empfehle ich das Buch daher an alle weiter, die auf der Suche nach einem spannenden Thriller sind!




Weitere Informationen zum Buch


Vielen Dank an das Auszeit-Magazin, auf deren Blog ich das Buch gewonnen habe!

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442474183
ISBN-13: 978-3442474189