Mittwoch, 26. Oktober 2016

[#fbm16] Piper Bloggertreffen mit Dan Wells

Dan Wells (Mitte) mit Hanna (re.) und mir

Beim diesjährigen Bloggertreffen des Piperverlags auf der Frankfurter Buchmesse 2016 war Dan Wells, Bestsellerautor von der Serienkiller-Reihe und der Partials-Trilogie, anwesend, um sein neuestes Werk „Bluescreen“ zu präsentieren und sich den Fragen der Blogger und des Verlags zu stellen. Der Verlag hatte dazu eigens einen Raum auf der Buchmesse angemietet, so dass ausreichend Platz für ungefähr 80 Blogger war. Es wurden Getränke und kleine Laugenbrezel angeboten, Christian Handel fungierte als Moderator.

Das neue Buch „Bluescreen“ ist der Auftakt einer Reihe, die eine düstere Zukunft malt mit starken Frauenfiguren. Das erste Kapitel führt den Leser mitten hinein in ein Virtual Reality Game. Der Autor hat damit beabsichtigt die Regeln zu brechen, d.h. er wollte bewusst einen anderen Anfang für seinen Sci-Fi-Thriller wählen als den, den der Leser erwartet und damit er nicht von Beginn an weiß, was im Anschluss kommt. Das zweite Buch der Trilogie ist bereits geschrieben, beim dritten ist er im 7. Kapitel. SuperComputer, Nachrichten von Robotern, selbststeuernde Autos – eigentlich leben wir bereits in einer futuristischen Welt, aber Dan Wells hat diese Welt in „Bluescreen“ weitergesponnen. Auf die Frage, ob er dort gerne wohnen würde, antwortete der Autor mit „Wenn ich genügend Geld dazu besäße“, denn in seiner Welt leben die Armen am Rand des Existenzminimums, zum Überleben schließen sie sich zu Gangs zusammen. Die Reichen hingegen können sich jede nur erdenkliche Spielerei leisten.

Um Namen für seine Bücher zu kreieren hat Dan Wells unter anderem zwei Listen mit den beliebtesten Namen in den USA benutzt, eine für Vor-, die andere für Nachnamen. Nachdem er für Bluescreen den Namen Bao Nakamoto per Zufallsgenerator ausgewürfelt hatte, dachte er sich, dass unsere Welt ja so divers ist und er diese Diversität auch in den Figuren seines Romans wiederspiegeln kann.

Dan Wells lebte zwei Jahre in Mexiko und spricht Spanisch, so dass er ohne Mühe kleine spanische Sätze in die Dialoge im Buch einbauen konnte. Außerdem hat er zwei Jahre in Stuttgart gewohnt und spricht Deutsch, aber nicht fließend.

Auf Hannas Frage, was bei seinen Büchern zuerst da ist, die Welt oder die Charaktere antwortete Dan wells, dass das ganz unterschiedlich sei. Bei John Cleaver (Serienkiller-Reihe) und Kira (Partials-Reihe) war zuerst der Charakter da, bei der Bluescreen-Reihe hingegen die Welt. Die Idee kam ihm, als er einen Artikel über Virtual Reality Spieler gelesen hat, die zum Teil ähnliche Förderungen und Vorteile erhalten wie Sportler. Das hat ihm klar gemacht, wie eng die reale und die virtuelle Welt inzwischen miteinander verschmolzen sind. Von diesem Punkt aus hat er seine Idee ausgebaut um selbstfahrende Autos, Drohnen für alle Zwecke und so weiter. Die Welt wurde immer größer, bis ihm der Gedanke kam, dass er nun auch mal Charaktere in die Welt setzen sollte.

Beim anschließenden Signieren seines Buchs konnte ich dem Autor noch eine weitere Frage stellen. Dan Wells hat bisher noch kein Virtual Reality Spiel gespielt. Aber er hat davon gehört, dass es in Salt Lake City in Utah auf diesem Gebiet etwas Neues gibt. Dort möchte er gerne hinfahren und an einem Game teilnehmen.

Neben Dan Wells waren beim Bloggertreffen als Überraschung des Verlags außerdem Nina MacKay anwesend, die gerne bereit war, ihr in den Goodie-Bags enthaltenes Buch „Plötzlich Banshee“ zu signieren. Und auch Nicole Gozdek, Autorin von „Die Magie der Namen“ und Gewinnerin des Wattpad-Schreibwettbewerbs, verfolge aufmerksam die Veranstaltung.

Ein großes Dankeschön an den Piper Verlag, der die Veranstaltung organisiert hat und uns die Teilnahme ermöglicht hat. Herzlichen Dank auch an Dan Wells für die geduldige Beantwortung all unserer Bloggerfragen.

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