Mittwoch, 28. Januar 2026

Rezension: Great Big Beautiful Life von Emily Henry

 


Rezension von Ingrid Eßer

Titel: Great Big Beautiful Life
Autorin: Emily Henry
Erscheinungsdatum: 02.05.2025
Verlag: Knaur
rezensierte Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783426284353
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„Great Big Beautiful Life“ ist der erste Roman der US-amerikanischen Autorin Emily Henry, den ich gelesen habe. Das Buch verbindet Romance mit einer fiktiven Familiengeschichte, die sich über ein Jahrhundert erstreckt. Im Mittelpunkt steht Margaret Grace Ives, die inzwischen betagte Enkelin eines Medienmoguls. Einst als „Prinzessin der Boulevardpresse“ bekannt, hat sie sich nach zahlreichen Skandalen vor Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Die Journalistin Alice Scott spürt Margaret auf Little Crescent Island auf. Dort erklärt sich diese bereit, aus ihrem Leben zu erzählen, allerdings nicht nur Alice, sondern auch dem Literaturpreisträger Hayden Anderson. Beide erhalten eine Probezeit, bis sie sich für einen von ihnen entscheiden wird. Außerdem untersagt Margaret ihnen, sich gegenseitig über ihre Gespräche mit ihr auszutauschen.

Zeit ihres Lebens verfügte Margaret über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, doch bis zu ihrem Rückzug stand sie permanent im grellen Licht der Medien. Emily Henry zeigt eindrücklich, wie man im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten zu Reichtum und Ruhm gelangen konnte. Sie beleuchtet dabei die Macht der Presse, die maßgeblich zur Meinungsbildung beiträgt. Es wird deutlich, dass die schillernde Welt der Berühmtheiten, die verbunden ist mit ständiger öffentlicher Aufmerksamkeit auch eine hässliche Seite haben kann.  

Emily Henry wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Alice berichtet von den Ereignissen in der Gegenwart in der Ich-Perspektive, während sie die Rückblicke auf Margarets Geschichte als allwissende Erzählerin wiedergibt. Zu Beginn entwickelt sich die Beziehung zwischen Alice und Hayden nur langsam, gewinnt dann zunehmend an Bedeutung, bis sie zeitweise stagniert. Der Spice zwischen den beiden nimmt im Verlauf der Handlung spürbar zu. Ihre Konkurrenz sorgt anfangs für Misstrauen. Durch die gewählte Erzählperspektive bleiben Haydens Gefühle teilweise verborgen, während die von Alice gut nachvollziehbar sind.

Der Roman „Great Big Beautiful Life“ von Emily Henry sorgt für unterhaltsame Lesestunden. Die Autorin schreibt lebendig, mit emotionaler Tiefe und feinem Humor. Auch wenn einige Entwicklung in der Liebesbeziehung vorhersehbar sind, überzeugt der Roman durch überraschende Wendungen auf beiden Erzählebenen sowie durch gut gehütete Geheimnisse in Margarets Familie. Gerne empfehle ich das Buch weiter.


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