Autorin: Chelsea Abdullah
Verlag: Klett-Cotta
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Nach dem epischen Kampf gegen Omar und seine vierzig Räuber sind Loulie, Mazen und Rijah durch ein Loch in die Welt der Dschinn gestürzt. Dort finden sie sich auf einer Insel in einem Ozean aus Sand wieder. Ein Schiff bringt sie in die Stadt Dhahab, wo sie alles andere als freundlich empfangen werden. Die ehemalige Räuberin Aisha muss sich unterdessen damit abfinden, dass sie sich ihren Körper fortan mit der Dschinn der Auferstehung teilt. Als sie in der Wüste auf Hakim trifft, schmieden die beiden gemeinsam einen Plan, um Qadir aus den Fängen Omars zu befreien.
Den ersten Teil der Sandsea Chronicles, „Der Sternenstaubdieb“, habe ich vor über einem Jahr gelesen. Daher fand ich es klasse, dass zu Beginn dieser Fortsetzung auf ganzen acht Seiten zusammengefasst wird, was bisher geschah. Dadurch war ich schnell wieder mittendrin in der Geschichte und war neugierig, was Loulie in der versunkenen Welt der Dschinn erleben wird. Erst einmal müssen sie herausfinden, was in der Stadt Dhahab eigentlich vor sich geht, während an der Oberfläche Aisha und Hakim Pläne schmieden.
Das Tempo der Geschichte ist zunächst gemächlich. Es wird viel diskutiert und Pläne werden geschmiedet. Dabei musste ich erst mal verstehen, was genau nun das Problem ist. Die Welt der Dschinn ist nämlich versunken, und innerhalb der versunkenen Welt versinken nun die Städte im Sand. Nun wollen einige die von den Ifrit erschaffenen Bindungen gelöst werden, damit die ganze Welt wieder auftauchen kann, andere sind aber strikt dagegen. Das klingt kompliziert und ist es auch. Tagelang kam ich in der Geschichte nicht richtig vorwärts, bis endlich mehr Schwung in die Handlung kam.
In diesem Buch geht es viel um Bündnisse, die eingegangen und wieder gebrochen werden und geheime Pläne, welche das Schicksal der ganzen Welt beeinflussen können. Die magische Welt der Dschinn ist dafür eine tolle, atmosphärische Kulisse. Ich habe die Charaktere schnell wieder ins Herz geschlossen und bangte mit, ob ihre riskanten Wagnisse sich auszahlen werden. Mindestens hundert Seiten weniger hätten dem Buch gut getan, um mehr Schwung ins Geschehen zu bringen.
Letztlich ist es ein typischer Mittelteil, in dem viele Weichen für das große Finale im dritten Band gestellt werden und man das Gefühl hat, dass dafür noch einiges aufgespart wird. Ein fieser Cliffhanger am Ende des Buches sorgte dafür, dass ich am liebsten sofort weiterlesen will, um zu erfahren, wie die Geschichte enden wird. Wer die magische Welt aus „Der Sternenstaubdieb“ mochte, der findet in diesem Buch neue Abenteuer für die liebgewonnenen Charaktere auf dem Weg zum Showdown.
