Montag, 3. Februar 2014

[Rezension] Schwarzer Mond über Soho von Ben Aaronovitch


Das Buch ist Teil einer Serie:


Band 1: Die Flüsse von London (Rezension)
Band 2: Schwarzer Mond über Soho
Band 3: Ein Wispern unter Baker Street
Band 4: Der böse Ort (Mai 2014)








☆ Inhalt ☆


Peter Grant, der derzeit einzige Zauberlehrling der Londoner Polizei, wird einige Zeit nach den Ereignissen von Convent Garden zu einem neuen mysteriösen Todesfall gerufen. Ein Jazzmusiker ist völlig überraschend verstorben, scheinbar an Herzversagen. Doch es ist ein Vestigium wahrnehmbar – das deutet darauf hin, dass bei seinem Tod Magie im Spiel war. Peter beginnt zu ermitteln. Kurz darauf wird ihm ein zweiter, deutlich blutigerer Fall zugetragen. Welches magische Wesen ist für so etwas verantwortlich?

☆ Meinung ☆


Das zweite Buch beginnt einige Zeit nach den Ereignissen von „Die Flüsse von London“. Peter übt weiterhin an seinen magischen Fertigkeiten und hat schon einige neue Formae gelernt. Nach einigen Seiten steckt er schon wieder mitten in den Ermittlungen zum neuesten Mordfall.

In diesem Buch mangelt es nicht an Toten. Bald ermittelt Peter in gleich zwei Mordserien, bei denen immer wieder neue Opfer gefunden werden. So blieb das Buch interessant. Dabei hat mir der Handlungsstrang rund um die toten Jazzer sehr gefallen. Hier taucht Peter in die Jazzszene von Soho ein und das Buch konnte die Atmosphäre gelungen übermitteln. Der Handlungsstrang rund um das Monster, das Männer durch das Abbeißen ihres besten Stücks ermordete, war da schon um einiges unappetitlicher.

Ich hatte bei diesem Buch leider genau das gleiche Problem wie beim Vorgänger: Die Handlung ist sehr dicht und aufgrund der zahlreichen Toten gibt es zahlreiche Verdächtigte und Beteiligte. Bald gibt es auch Querverbindungen, und es war anstrengend, den Überblick zu behalten, wer nun was weiß und in was verstrickt war.

Was mir wieder sehr gefallen hat, waren die Charaktere. Peter konnte mich mit seiner ganzen Art unterhalten. Er schwankt zwischen scharfsinnig, tollpatschig, leichtgläubig und sarkastisch und hat mich mit seinen Entscheidungen immer wieder überraschen können. Nightingale ist zwar eigentlich noch krank geschrieben, kommt Peter im entscheidenden Augenblick aber immer zur Stelle. Auch über seine mysteriöse Vergangenheit erfährt man etwas mehr. Schließlich führt der Autor auch einige neue Charaktere ein, zum Beispiel die gut gelaunte Jazzband des ersten Toten und seine geheimnisvolle, gutaussehende Affäre Simone.

„Schwarzer Mond über Soho“ hat mich mit seinen interessanten Charakteren unterhalten können. Die Geschichte war erneut sehr dicht, was große Aufmerksamkeit beim Lesen erforderte. Die Auflösung der Fälle ist diesmal ein wenig unspektakulär, ein echtes Finale bleibt aus. Einige Fragen sind auch noch offen und werden hoffentlich im nächsten Band beantwortet. Ich empfand das Buch als etwas schwächer als den ersten Band, werde aber gerne im Folgeband „Ein Wispern unter Baker Street“ weiterlesen. Wer eine Mischung aus humorvoller Fantasy und spannendem Krimi sucht, dem kann ich die Serie und einen Einstieg mit dem ersten Band „Die Flüsse von London“ empfehlen.


Weitere Informationen zum Buch


Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 9,95 Euro
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2012
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Handlungsort: London
Handlungszeit: Gegenwart


Kommentare:

  1. Ich find die Reihe sooo toll :) Tatsächlich fand ich persönlich Band 2 sehr cool, wegen der Jazz-Thematik und Band 3 im Vergleich dazu etwas schwächer, aber ich freu mich auch schon riesig auf die Fortsetzung. Vor allem finde ich die Cover immer richtig schön und der Bezug zu London ist sowieso ein Träumchen!
    Ach .. und die Charaktere sind einfach toll .. alle miteinander ^_^

    Liebe Grüße,
    Karokoenigin

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    1. Die Jazz-Thematik fand ich auch sehr cool, aber zum Ende hin ist die m.E. ein wenig untergegangen. Ich bin sehr gespannt, wie mir Band 3 gefallen wird. ;-)

      Liebe Grüße, Hanna

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  2. Ich hatte den ersten Teil als Hörbuch und da hatte ich auch schon das Problem, den Überblick über die vielen Handlungsstränge und Personen zu behalten. Irgendwann wollte ich auch mal den zweiten Teil lesen, aber bisher kam immer ein anderes Buch dazwischen ;-)

    LG Michaela

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  3. Hm, für welches Alter besonders wenn es um männliche Leser geht. Hält Du das Buch denn für geeignet ?

    Schönen Dienstag..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      das Buch ist definitiv für Erwachsene und für männliche Leser aufgrund der vorwiegend männlichen Protagonisten auch gut geeignet.

      Wie auch schon im Vorgänger "Die Flüsse von London" wird es stellenweise ganz schön blutig. Ich würde mal etwa ab 15/16 sagen.

      Liebe Grüße, Hanna

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  4. Hallo Hanna,

    O.K. damit kann ich leben und werde gerne diese Reihe mal in Betracht ziehen.

    Danke für die Zusatzinfo.

    LG..Karin...

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