In seinem Buch „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die
Kunstgeschicht.“ nimmt Jakob Schwerdtfeger die Lesenden mit auf eine Reise
durch die Epochen der Kunstgeschichte von der Romanik um das Jahr 1000 bis in
die Gegenwart. Der Autor ist Kunsthistoriker und hat sich sowohl als Poetry-Slammer
als auch als Moderater verschiedener Kultursendungen einen Namen gemacht. Die
Beschäftigung mit Kunst liegt in seiner Familie: Der Bauhauskünstler Kurt
Schwerdtfeger war sein Urgroßvater, dessen Sohn Stefan, ein Architekt, Maler und
Bildhauer, sein Großvater.
Nach der Einleitung folgen zwölf Kapitel, wobei das elfte
und zwölfte nochmals in mehrere Abschnitte untergliedert sind. Der Autor
arbeitet zu jeder Epoche die wichtigsten Merkmale heraus, erklärt das Anliegen
der jeweiligen Kunstrichtung und stellt dazu ausgewählte Werke vor, die meist
im kleinen Format in den Text eingegliedert sind. Das verschafft einen guten
Überblick; zum Betrachten von Details habe ich online nach dem Kunstwerk
gesucht.
Aufgelockert werden die kunsthistorischen Ausführungen durch
amüsante Begebenheiten und kuriose Fakten. Dadurch gelingt es Jakob
Schwerdtfeger auch belanglos wirkenden Objekten Aufmerksamkeit zu schenken, aufgrund
dessen man sich daran erinnern wird. Immer wieder finden sich Einschübe unter
dem Titel „Gegen den Strom“ in denen Werke angeführt werden, die von den typischen
Merkmalen der jeweils beschriebenen Epoche abweichen.
Natürlich kann das Buch den Besuch eines Museums nicht ersetzen, den der Autor am Ende sehr empfiehlt. Ergänzend finden sich Nachweise zu den Zitaten und Abbildungen.
„Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“ richtet sich vor allem an Kunstinteressierte, die sich auf unterhaltsame Weise einen Überblick über die Jahrhunderte der Kunstgeschichte und ihrer verschiedenen Strömungen verschaffen möchten.
