Dienstag, 11. August 2026

Rezension: Ms Atkins und die Bibliothek der Träume

 


Rezension von Ingrid Eßer

Titel: Ms Atkins und die Bibliothek der Träume
Autorin: Vanessa Göcking
Erscheinungsdatum: 11.08.2026
Verlag: VANI
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Farbschnitt
und Page Overlay
ISBN: 9783691690026
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Amanda ist die Protagonistin und Titelgeberin des Fantasyromans „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ von Vanessa Göcking. Seit vielen Jahren arbeitet sie für die britische Zoll- und Steuerbehörde und führt ein zurückgezogenes Leben in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Hampstead. Einen festen Platz in ihrem Alltag nimmt der Besuch der Bücherei ein, die sie jeden Freitagnachmittag besucht. Eines Tages erhält sie Zugang zu einem geheimnisvollen Raum der Bibliothek, von dem aus ein Fahrstuhl sie zu ihren Träumen bringen kann.

Nur wenigen Besucherinnen und Besuchern ist es gestattet, diesen besonderen Leseraum aufzusuchen. Hierzu gehören Henry, der sich in der Büberei nach dem Schulunterricht etwas hinzuverdient, und die etwa gleichaltrige, aufmüpfige Xiao Mei. Auch der wohlhabende Robert verbringt bereits seit etwa zehn Jahren die meiste Zeit in diesem geheimnisvollen Raum. Ob jung oder älter: Alle vier tragen ein eigenes Schicksal mit sich und bewahren Gedanken und Sorgen, über das sie nicht mit anderen sprechen. Als Amanda jedoch vor einem aktuellen Problem steht, schließen sie sich zu einer Gemeinschaft zusammen und versuchen, ihr beizustehen.

Die Idee hinter der Geschichte ist ansprechend. Eine Bücherei besitzt für Leserinnen und Leser ohnehin eine besondere Faszination, doch geheimnisvolle Vorgänge und mysteriöse Ereignisse verleihen diesem ohnehin Ort ein rätselhafte Atmosphäre. Die vier Hauptfiguren unterscheiden sich deutlich in ihren Eigenarten und es ist interessant zu beobachten, wie sie lernen müssen, aufeinander einzugehen und ihre unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse miteinander zu vereinbaren.

Die Sorgen der ProtagonistInnen bleiben jedoch längere Zeit im Verborgenen und werden später, meiner Meinung nach, recht kurz beschrieben. Ich fand es auch schade, dass kaum eine weitere Auseinandersetzung mit den am Konflikt beteiligten Personen stattfand. Der Verlauf zum Schluss der Geschichte hin konnte mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen, weil er mir auf diese Weise die Hoffnung auf weitere Abenteuer der vier Hauptfiguren genommen hat. Zudem empfand ich, dass das wiederholte Erzählen bestimmter Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven zu Längen führt.

In der Fantasy „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ erzählt Vaness Göcking in einer schlichten und leicht zugänglichen Sprache von Mut, Zusammenhalt und der Kraft des Träumens. Das Buch verfügt über einen Farbschnitt und einem innenliegenden Page Overlay, wodurch es optisch so ansprechend gestaltet ist, dass man es besonders gern in die Hand nimmt. Trotz des interessanten Ansatzes konnte mich das Buch aufgrund der oben angeführten Punkte nicht ganz überzeugen.

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